Es ist eine richtig miese neue Masche: der Betrug mit Amazon-Paketen.
Es ist eine richtig miese neue Masche: der Betrug mit Amazon-Paketen. Ronny Hartmann/dpa

Ist das dreist! Stellen Sie sich vor, Sie bestellen ein teures Smartphone beim Online-Versandriesen Amazon. Doch dann der Schock: Sie öffnen voller Vorfreude das Paket ... und halten plötzlich Katzenshampoo in der Hand. Doch es kommt noch schlimmer: Ihre Beschwerde darüber wird einfach zurückgewiesen, das Geld ist einfach futsch! Genau vor dieser Masche warnt jetzt die Verbraucherzentrale. Wir haben Tipps für Sie, was Sie tun können, wenn auch Sie Opfer der Abzocke geworden sind und wie Sie sich davor schützen können.

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Wie läuft der Betrug mit den Amazon-Pakten ab?

Immer mehr Kunden beschweren sich bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen über Falschlieferungen nach der Bestellung von teuren Elektronikprodukten auf der Amazon-Plattform. So haben sie beispielsweise ein neues Smartphone bestellt, geliefert wurde aber ein billiges Katzenshampoo. Statt Laptop gab es ein Gurkenglas und statt Smartwatch eine Packung Buntstifte.

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Kann man nicht einfach die Ware an Amazon zurückschicken, wenn die falsch geliefert wurde?

Genau hier liegt das Problem: Amazon stellt sich quer. Beanstanden Kunden die Falschlieferung, so verlangt Amazon in der Regel, dass Sie die „richtige“ bestellte Ware zurückschicken. Erst dann soll der Kaufpreis erstattet oder die Ware erneut geliefert werden. Da die bestellte Ware aber nie angekommen ist, können sie diese nicht zurückschicken und erhalten daher auch den Kaufpreis nicht zurück.

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Was kann man tun, wenn man falsche Ware von Amazon geschickt bekommen hat?

Sie wurden Opfer der Betrugsmasche mit den Amazon-Paketen? Melden Sie die Falschlieferung sofort bei Amazon, rät die Verbraucherzentrale. Schicken Sie auch Beweisfotos mit. Und noch ein Tipp: Bewahren Sie den Paketschein gut auf – besonders, wenn dort auch das Gewicht des Paketes angegeben ist. Dies kann dabei helfen, zu belegen, dass es sich um die falsche Ware gehandelt hat.

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Was Sie auch tun sollten: Prüfen Sie, ob Sie den Kaufpreis rückbuchen können. Allerdings kann dies unter Umständen zur Kontosperrung führen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn Amazon eine Kontoprüfung androht. Holen Sie sich gegebenenfalls rechtlichen Rat ein oder wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale für eine Beratung.

Passen Größe und Gewicht zum Paket, sind Sie womöglich Opfer der neuen Betrugs-Masche bei Amazon geworden.
Passen Größe und Gewicht zum Paket, sind Sie womöglich Opfer der neuen Betrugs-Masche bei Amazon geworden. IMAGO/Michael Gstettenbauer

Wie schützen Sie sich vor dem Betrug mit den Amazon-Paketen?

In diesem Fall gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Seien Sie skeptisch! Überprüfen Sie schon bei der Lieferung an der Haustür, ob Größe und Gewicht des Pakets zu dem von Ihnen bestellten Produkt passen. Sobald Ihnen bei der Lieferung die Größe oder das Gewicht des Pakets unpassend scheint oder das Paket beschädigt ist, beanstanden Sie das sofort beim Lieferdienst.

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Haben Sie das Amazon-Paket bereits angenommen, sammeln Sie schon beim Öffnen des Pakets Beweise. Nehmen Sie dafür beispielsweise ein Video auf, während Sie das Paket öffnen, und öffnen Sie das Paket im Idealfall im Beisein einer weiteren Person.

Ist Amazon wirklich so dreist und betrügt seine Kunden wissentlich?

„Einige Betroffene berichten, dass die angelieferten Pakete unbeschädigt und augenscheinlich originalverpackt sind. Es lässt sich daher nicht abschließend klären, wer in der Auslieferungskette für diese betrügerische Masche verantwortlich ist“, heißt es von der Verbraucherzentrale.

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Weder ist auszuschließen, dass es sich um Fehler beim Einpacken der Ware handelt, möglichweise schlicht um Verwechslungen wegen Überlastung. Noch kann man sicher sein, dass nicht erst auf dem Transportweg vermeintlich kostspielige Artikel gegen Billig-Kram ausgetauscht wurden.