Vermeintliche E-Mails ihrer Bank täuschen Verbraucher derzeit im Internet. Wir geben Tipps, wie Sie nicht zum Opfer werden. imago/Future Image

Es passiert immer wieder, dass Betrüger im Internet auf Opfer-Fang gehen. Und egal, wie oft davor gewarnt wird – es fallen immer wieder Menschen darauf hinein. Aktuell kursiert eine betrügerische E-Mail, die vorgibt, von der Bank ING zu stammen. Auch weitere Fälle im Namen anderer Banken und Sparkassen sind denkbar. Die E-Mails sind nicht nur im täuschungsechten Design der Bank gehalten, sondern verweisen als Referenz auch auf die Verbraucherzentrale NRW. Was Sie jetzt wissen und tun müssen, verraten wir Ihnen!

Der perfide Trick derzeit ist simpel und klingt so einleuchtend: Es wird behauptet, die Verbraucherzentrale NRW würde über eine „neue sichere Karte“ berichten, die in Kürze eingeführt werde. Angeblich werde damit eine Vorgabe der Europäischen Zahlungsdienstrichtlinie umgesetzt. Tatsächlich gibt es zwar eine solche Richtlinie (PSD2). Sie trat aber bereits 2019 in Kraft. Aktuell gibt es keine Neuerung und somit auch keinen Handlungsbedarf.

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Der Link in der Fake-Mail sollte keinesfalls angeklickt werden, da ein schadhafter Virus dahinter verborgen sein könnte oder Kriminelle darüber die Zugangsdaten von Kunden abgreifen wollen, wenn diese ihre Daten dort eintippen. Die E-Mail wird am besten in den Spam-Ordner verschoben oder sofort gelöscht. Wie Sie betrügerische E-Mails erkennen und was bei Spam-Verdacht zu tun ist – wir haben drei Tipps parat.

Phishing-Mails erkennen anhand der Sprache

So manch betrügerische E-Mail sieht täuschend echt aus. Oft lassen sich Betrüger jedoch anhand fehlerhafter Grammatik oder Rechtschreibung erkennen, weil die Texte mit einem Übersetzungsdienst aus einer anderen Sprache übersetzt worden sind. Ein weiterer Hinweis sind Zeichenfehler, wie etwa kyrillische Buchstaben oder auch fehlende Umlaute.

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Ebenfalls schnell als Phishing zu erkennen sind E-Mails, die auf Englisch oder Französisch verfasst sind. Wer kein Konto bei einer Bank mit Sitz im Ausland führt, kann sicher sein, dass die eigene Bank nur auf Deutsch mit ihren Kunden kommuniziert.

Ein weiteres Merkmal von Phishing-Mails ist, dass sie dazu auffordern, ganz dringend und innerhalb einer bestimmten (kurzen) Frist zu handeln. Oft wird dies sogar mit einer Drohung verbunden – beispielsweise, dass sonst die Kreditkarte oder der Online-Zugang gesperrt werden.

IP-Adresse enttarnt Betrug mit Phishing-Mails

Manche Phishing-Mails sind sehr gut gemacht. Die Absender-E-Mail-Adresse scheint vertrauenswürdig, der Link im Text auch, das Deutsch ist flüssig. Trotzdem muss diese E-Mail nicht echt sein. Auch Absenderangaben von E-Mails lassen sich fälschen.

Um jeden Zweifel an der Echtheit einer E-Mail auszuräumen, sollte der sogenannte Mail-Header oder Quelltext geprüft werden. Dort steht die IP-Adresse des Absenders. Nur diese ist fälschungssicher und gibt Aufschluss über den tatsächlichen Absender. Wie das Auslesen des Headers funktioniert, erklärt die Verbraucherzentrale auf ihrer Website.

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Wer derzeit eine Mail einer Bank erhält, sollte skeptisch sein, es könnte sich um eine Phishing-Mail handeln. dpa/Christin Klose

Niemals Daten eingeben oder Links öffnen

Die Aufforderung, persönliche Daten sowie möglicherweise PIN oder TAN einzugeben, ist ein weiterer Hinweis auf eine Betrugsmasche. Banken und Online-Zahlungsdienste werden dazu niemals per E-Mail auffordern. PIN und TAN werden von Geldinstituten niemals telefonisch oder per E-Mail abgefragt; dies zählt zu den wesentlichen Sicherheitsregeln.

In immer mehr Phishing-E-Mails werden die Empfänger aufgefordert, eine Datei zu öffnen, die entweder als Anhang der E-Mail direkt beigefügt ist oder alternativ über einen Link zum Download bereitsteht. In der Regel beinhaltet diese Datei ein schädliches Programm wie einen Virus oder ein trojanisches Pferd.

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Daher gilt: Niemals Links in E-Mails öffnen, deren Absender unbekannt ist oder nicht zweifelsfrei seriös erscheint. Bei E-Mails mit einem Dateianhang ist grundsätzlich Misstrauen geboten. Banken versenden in der Regel keine E-Mails, sondern Briefe. Nur in Ausnahmefällen versenden sie E-Mails mit Links, auf die Empfänger klicken sollen. Dann geht es beispielsweise um neue AGB, nicht aber um das Einloggen in das Kundenkonto. Auch Dateianhänge, die eine Eingabe von Daten erfordern, verschicken Banken niemals per Mail.