Auf den Tellern kleben noch Essenreste und das Besteck ist alles andere als sauber. Wenn Geschirr schmutzig aus der Spülmaschine kommt, ist eine Reinigung überfällig. IMAGO/robertkalb photographien

Achtung, das ist nichts für schwache Nerven! Wussten Sie, wie keimig Ihre Spülmaschine ist? Wussten Sie, dass sich darin vermutlich sogar Bakterien tummeln, die krank machen können? Oder wann haben Sie Ihren Geschirrspüler zum letzten Mal gründlich gereinigt? Laborleiter Dr. Mather Korakli verrät im RTL-Interview, dass in Studien bestimmte Keime in den meisten Spülmaschinen nachgewiesen wurden. Sogar solche, die bei immungeschwächten Personen gefährlich sein könnten und gegen Antibiotika resistent sind.

Wie kann das sein, dass die Spülmaschine so keimig wird?

Wie auch bei der Waschmaschine oder dem Wasserkocher lagert sich durch das Spülwasser Kalk im Geschirrspüler ab. Das macht die Spülmaschine im schlimmsten Fall auf Dauer sogar kaputt. Außerdem sind Kalkablagerungen idealer Nährboden für Bakterien und Pilze. Auch Fett und Speisereste setzen sich in der Maschine ab und verstopfen Sieb und Spülarme.

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Was kann man gegen die Keime in der Spülmaschine tun?

Soviel vorweg: Wer immer nur den Eco-Modus laufen lässt, um Wasser und Energie zu sparen, spart an der falschen Stelle. Denn das wird zur krank machenden Falle. Bei niedrigen Temperaturen und weniger Wasser entstehen schnell Pilze. Dass das nicht gesund ist, versteht sich von selbst. Deshalb gilt: Die Spülmaschine sollte regelmäßig in einem Programm mit einer Temperatur über 60 Grad laufen. Nur dann werden Keime abgetötet.

Zudem sollte man dreckiges Geschirr vor dem Waschgang nicht zu lange in der Maschine vor sich hin gammeln lassen. Und zu guter Letzt: Der Geschirrspüler sollte regelmäßig gereinigt werden.

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Mindestens alle drei Monate sollte die Spülmaschine gründlich gereinigt werden. imago/Panthermedia

Wie reinigt man die Spülmaschine mit einfachen Haushalts-Tricks?

Teuren Spezial-Reiniger braucht es nicht, um die Spülmaschine wieder richtig sauber zu bekommen. Wer Natron, Essig oder Zitronensäure zu Hause hat, ist bestens ausgerüstet für einen Putz-Einsatz am Geschirrspüler. Als Erstes sollte man Körbe, Spülarme und das Sieb entfernen, um überall gut heranzukommen.

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Mit Zitronensäure und Natron: Da Zitronensäure Kalk löst, ist sie ideal für einen Einsatz in der Spülmaschine. Zusammen mit Natron kommt eine unschlagbare antibakterielle Mischung zum Einsatz, die Ihre Spülmaschine keimfrei wie am ersten Tag macht. Mischen Sie zuerst das Zitronensäure-Pulver laut Packungsanweisung mit Wasser. Wischen Sie mit dieser Mischung den gesamten Innenraum und die Dichtungsringe gründlich aus. Danach kommen drei Esslöffel Zitronensäure ins Pulverfach. Dieses öffnet sich beim Waschgang später und verhindert, dass die Zitronensäure mit dem Natron regiert (das würde die Keimfrei-Wirkung mindern). Das Natron wiederum verteilen Sie im Geschirrspüler – vier bis fünf Esslöffel reichen. Starten Sie ein Programm mit hoher Temperatur und lassen es ohne Geschirr durchlaufen.

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Mit Essig: Essig wirkt antibakteriell und ist damit ein Garant für keimfreie Geschirrspüler. Zwei Tassen Essigessenz kommen in einen Eimer mit Wasser. Darin können die Spülarme und das Sieb eingeweicht werden. Mit der Mischung wird auch der Innenraum ausgewischt. Aber Achtung: Die Gummidichtungen sollten mit Essig nicht gesäubert werden, da sie sonst Schaden nehmen.

Wie oft sollte man die Spülmaschine reinigen?

Experten empfehlen eine gründliche Reinigung alle drei Monate. Spätestens aber wenn das Geschirr nicht mehr richtig sauber wird, ist es Zeit, Putzlappen und Hausmittel in die Hand zu nehmen und den Geschirrspüler zu reinigen. Denn nur ein sauberer, keimfreier Geschirrspüler kann auch seine Ladung sauber und keimfrei machen.

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Tipps der Verbraucherzentrale: So wird Geschirr in der Spülmaschine wirklich sauber

  • Entsorgen Sie vorab grobe Speisereste am Geschirr in den Abfall.
  • Nur bei hartnäckigen Verschmutzungen ist es nötig per Hand vorzuspülen.
  • Beladen Sie die Maschine voll und räumen Sie diese so ein, dass alle Geschirrflächen vom Wasserstrahl erreicht werden können.
  • Dosieren Sie den Reiniger entsprechend der Empfehlung des Herstellers und beachten Sie dabei die Angaben zur Wasserhärte.
  • Überdosierung bringt kein besseres Spülergebnis und belastet unnötig die Umwelt.
  • Bunte Tabs und Gelkissen sind für Kinder besonders attraktiv. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind diese auch nicht aus der Spülmaschine angeln kann. Reiniger, Regeneriersalz und Klarspüler sollten ebenfalls für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
  • Pulverförmige Reiniger nehmen leicht Feuchtigkeit auf und bilden Klumpen. Die Packung sollten Sie deshalb nach Gebrauch schließen und an einem trockenen Ort aufbewahren.
  • Bei weichem Wasser können Sie eventuell auf Klarspüler verzichten. Testen Sie es aus.
  • Essig ist kein geeigneter Ersatz für Klarspüler.
  • Handgeschirrspülmittel sind für die Maschine völlig ungeeignet, weil Enthärter und Klarspüler fehlen.