Ein Schüler führt einen Corona-Schnelltest an sich selbst durch. Dabei gibt es einiges zu beachten. dpa/Sebastian Gollnow

Sie wollen, bevor Sie sich mit Freunden treffen, zur Sicherheit noch einen Corona-Test machen? Sie wollen sich aber nicht in einem offiziellen Testcenter in eine Schlange stellen, in der fast mit Sicherheit der eine oder andere Infizierte steht? Dann greifen Sie am besten zum Selbsttest. Das A und O für ein zuverlässiges Ergebnis ist es aber, ihn durchzuführen. Nur in der Nase bohren ist dabei seit dem Auftreten von Omikron nicht mehr. Wir zeigen die typischen Fehlerquellen – und wie es richtig geht.

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Corona-Selbsttest richtig durchführen: nicht vorher essen

Sie wollten einen Selbsttest machen, nachdem Sie gerade erst etwas gegessen haben? Dem Online-Portal Focus sagte der Apotheker Peter Sandmann, dies sei keine gute Idee. „Wichtig ist, den Test vor dem Frühstück zu machen und nichts zu essen.“ Von der Schleimhaut könnten sonst beim Essen Virusbestandteile entfernt werden, sie werden mit der Mahlzeit heruntergeschluckt.

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Sandmann erklärte weiter: „Ganz wichtig ist auch, auf Zahnpflege vor dem Test zu verzichten oder einen längeren Abstand zu halten.“ Ebenso sollten Mundspülungen und Rauchen vor dem Corona-Abstrich tabu sein. Der britische Arzt Dr. Nathan Hudson-Peacock berichtete zudem im Magazin Metro, dass der Kohlensäuregehalt von Getränken, die man vor dem Test zu sich nimmt, fälschlicherweise zu einem positiven Test führen könnten.

Nach dem Essen, Trinken, Rauchen und Zähneputzen gilt also: Mindestens 30 Minuten sollte man bis zum Corona-Selbsttest warten.

Die richtige Uhrzeit für den Corona-Selbsttest

Apropos Zeit. Auch der Zeitpunkt entscheidet über die Qualität der Probenentnahme für den Selbsttest. Normalerweise kann er zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Am Morgen ist die Viruslast aber theoretisch höher. Deshalb sollte der Test direkt nach dem Aufstehen durchgeführt werden.

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Ein positiver Corona-Selbsttest liegt auf einem Tisch neben einem Corona-Schnelltest, der eine schwach positive Linie hat. dpa/Sebastian Gollnow

So entnehmen Sie die Probe für den Corona-Selbsttest richtig

Das Paul-Ehrlich-Institut geht laut Norddeutschem Rundfunk davon aus, dass die in Deutschland zugelassenen Selbsttests auch für die Omikron-Variante geeignet sind. Ob eine Infektion erkannt wird, könnte aber durch die Art der Probenahme beeinflusst werden. Omikron ist laut Berichten aus Südafrika im Rachen früher nachweisbar als in der Nase. Auch erfahrene Virologen gehen davon aus, dass Omikron-Viren im Mundbereich besser nachweisbar sind. Die Empfehlung lautet daher, Abstriche im Rachen und in der Nase durchzuführen. Es gäbe „Schnelltests, die durchaus für beides ausgelegt sind“, so Virologe Andreas Dotzauer.

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Wichtig ist aber: Die Wange sollte nicht nur von innen abgestrichen werden, die Beimengungen von Speichel verfälscht das Ergebnis ebenfalls. Lesen Sie den Beipackzettel und die Anleitung genau durch, damit Sie sich nicht verletzen.

Außerdem sollte die Wartezeit, die im Beipackzettel vermerkt ist, beachtet werden, nachdem Sie die Probe genommen haben. Es handelt sich normalerweise um 15 Minuten. Um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten, sollten Sie diese Wartezeit nicht überschreiten oder unterschreiten.

Corona-Selbsttests richtig lagern

Um die Sensitivität und Qualität der Tests zu erhalten, müssen Corona-Selbsttests richtig gelagert werden. Generell sind Temperaturen zwischen fünf und 30 Grad optimal. Achten Sie aber darauf, was der Hersteller zur Lagerung empfiehlt.