Weihnachtsbäume werden für den Transport in Netzen verpackt. Doch bei der Entsorgung müssen Sie aufpassen. Imago/Eibner

Weihnachten steht längst vor der Tür und in den meisten Haushalten, die dieses Fest feiern, gehört ein Weihnachtsbaum dazu. Und die kommen natürlich nicht in voller Breite in die Wohnung, sondern in einem Netz, das die Zweige so lange zusammenhält, bis sich der Baum zum geschmückt werden entfalten darf. Doch was passiert dann mit dem Netz, wenn es einmal vom Baum gelöst wurde? In die gelbe Tonne oder den gelben Sack so wie andere Kunststoffe? Bloß nicht!

Tannenbaum-Netze sind oft aus Plastik, gehören aber nicht in die gelbe Tonne

In den meisten Haushalten in Deutschland wird der Müll wie folgt getrennt: Eine schwarze Tonne für Restmüll, eine blaue für Papier, eventuell eine braune oder grüne für den Biomüll und eine gelbe Tonne, oder ein gelber Sack für Kunststoffe und Leichtverpackungen. Dort kommen Plastiktüten, Verpackungen aus Plastik, Konservendosen, Styropor und ähnliches rein. Und eigentlich würde man beim Anblick des Materials von Tannenbaum-Netzen meinen, dass sie in der gelben Tonne goldrichtig sind, doch das stimmt nicht.

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Mit einem Netz lässt sich ein Weihnachtsbaum viel besser transportieren. Imago/Eibner

Und das liegt gar nicht so sehr am Material – denn Tannenbaum-Netze sind tatsächlich meist aus Plastik – sondern an ihrer Form und Beschaffenheit. Denn wer sich schon einmal ein bisschen mit diesen engmaschigen Netzen befasst hat, dürfte festgestellt haben, sie bleiben einfach überall hängen - und das wäre eben in der Abfall-Sortieranlage nicht anders.

Tannenbaum-Netze können sich in Sortieranlagen verfangen

Dort könnten sich die Tannenbaum-Netze, wenn sie nur an den falschen Stellen hängenbleiben , um die Kugellager und Siebtrommeln der Maschinen wickeln und damit die Sortierbänder zum Stillstand bringen. Langfristig können dadurch sogar die Maschinen Schaden nehmen.

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Das Band einer Sortieranlage: Tannenbaumnetze können sich hier verhaken und den Betrieb aufhalten. Imago/Jens Schicke

Aus dem Grund gelten Tannenbaumnetze, aber auch Seile und Taue, Spanngurte oder alle anderen Bänder, die sich verfangen und dadurch negativ auf die Sortieranlagen auswirken könnten, als Störprodukte. Kleinere Störprodukte wie eben Tannenbaumnetze sollten über den Hausmüll, größere wie Spanngurte über den Sperrmüll entsorgt werden. 

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Dass die Netze, wenn sie im Hausmüll landen, nicht recycelt werden können, ist zwar nicht sonderlich nachhaltig, doch immer noch deutlich nachhaltiger, als wenn eine Maschine in einer Sortieranlage ersetzt werden muss oder weniger effizient arbeiten kann. Dennoch gibt es natürlich längst nachhaltige Alternativen zum nur einmal benutzbaren Plastik-Netz. So gibt es bereits Anbieter, die Netze aus biobasierten Kunststoffen oder Baumwolle anbieten.