Die winterharten Christrosen können auch im Topf draußen gedeihen, brauchen jetzt aber liebevolle Pflege. Franziska Gabbert/dpa

Lang ist es nicht mehr hin, dann zieht es Hartgesottene wieder in ihren geliebten Garten. Vor allem bei den milden Temperaturen derzeit macht es besonders viel Spaß, sich der einen oder anderen Gartenarbeit auch schon im Januar zu widmen. Da kommen Frühlingsgefühle auf. Was Sie jetzt im Garten tun können und sollten, verraten wir Ihnen im Überblick.

Zierpflanzen pflegen: Das sollten Sie im Januar schneiden

Der Haselnussstrauch sollte jetzt zurückgeschnitten werden. Da die Haselzweige nur blühen, wenn sie viel Licht bekommen, sei es wichtig, dass die Sträucher nicht zu dicht wachsen, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin.  Bei Christrosen sind dunkle Flecken ein Hinweis auf die Schwarzfleckenkrankheit. Entfernen Sie befallenes Laub gründlich.

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Weihnachtsbaum mit Wurzeln auspflanzen

Sie haben einen Weihnachtsbaum im Topf gekauft? Dann kann er jetzt in den Garten umziehen. Gewöhnen Sie ihn jedoch langsam an die kalten Temperaturen, gönnen Sie ihm ein paar Tage im kühleren Keller, bevor Sie ihn Mitte des Monats in die dann hoffentlich frostfreie Erde in Ihrem Garten einpflanzen.

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Diese Pflanzen müssen Sie im Januar aussäen

Stauden wie Christrose, Phlox und Eisenhut sind sogenannte Kaltkeimer. Sie brauchen einen Kältereiz und sollten deshalb bereits in Januar gesät werden. Aber Achtung: Besser ziehen Sie die Pflanzenkeime in der Wohnung vor. Zwei bis drei Wochen bei Zimmertemperatur in feuchter Anzuchterde sind ideal. Dann geht es für die Pflanzen in Töpfen raus ins Freie. Im besten Fall bewegen sich die Temperaturen zwischen minus und plus vier Gard. Nach wiederum sieben Wochen kommen sie zunächst zurück ins Warme. 

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Gemüse können Sie im Januar vorziehen

Besonders gut geeignet für das Züchten von Setzlingen aus Samen sind die Aubergine, die Tomate sowie die Chili, die Peperoni und die Physalis. Vor allem Aubergine, Paprika oder Chili brauchen einige Monate, bis sie voll entwickelt sind. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, Setzlinge zu ziehen und somit einen ertragreichen Sommer vorzubereiten. Jetzt ausgesät haben sie genügend Zeit zum Keimen, Wachsen und um einen so großen Wurzelballen zu entwickeln, dass sie nach den Eisheiligen Mitte Mai im Freiland gut gedeihen.

Und so geht's: Am besten eignet sich dafür spezielle Anzuchterde. Sie ist feinkrümeliger als normale Blumenerde und ungedüngt. Das ist für ein langsameres und kompakteres Wachstum von Vorteil. Im Fachhandel bekommt man zudem spezielle Anzuchtsschalen, in denen die Setzlinge auf der Fensterbank oder der Heizung gedeihen können. Darin sät man die Samen nach der Anleitung auf dem Tütchen aus.

Wichtig: Beschriften Sie Ihre Setzlinge – sie sehen sich anfangs alle recht ähnlich. Sind sie groß genug, müssen die keimenden Pflänzchen vereinzelt werden. Das geht zum Beispiel prima in ausgedienten Eierkartons. In jede Vertiefung kommt nur ein Pflänzchen. Die ganze Unterseite des Kartons wird in ein Holzkistchen gepflanzt. Nun können sich die Pflanzen gut entwickeln.

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Nicht vergessen: Jetzt sollte man sich um die Tiere im Garten kümmern und Vögeln Futter bereitstellen. dpa

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Vögel füttern im Januar nicht vergessen

Immer mehr Vögel brüten in Deutschland nur noch unregelmäßig oder verschwinden ganz. Hatten Oma und Opa noch ein ganzes Vogelkonzert vor dem Haus, sind die Stimmen der Singvögel deutlich leiser geworden. Der Grund: Artenschwund. Durch intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen wird der Lebensraum vieler Vögel immer mehr eingeengt. Wer den Vögeln ein Vogelhaus hinstellt, hilft ihnen, besser durch den Winter zu kommen und sich auch in der Brutzeit besser zu ernähren.

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Das Vogelfutter darin machen Sie am besten selbst. Wer nicht sicher ist, welche Vögel in seinem Umfeld leben, stellt Sonnenblumenkerne bereit. Die dunklen haben eine weichere Schale und sind deshalb besonders beliebt. Wichtig: Wer fertiges Vogelfutter im Netz kauft, sollte dieses entfernen – denn darin können die Vögel hängen bleiben.