Eindeutige Zeichen: Doppelpacker Kevin Behrens feiert seine Tore mit der Ankündigung eines neuen Weltenbürgers.  City-Press/Matthias Renner

Puh. Geschafft. Aber ein hartes Stück Arbeit. Mit der Verlängerung sogar 30 Minuten mehr Maloche als einem vor dem Kick am Sonnabend gegen den FC Bayern lieb sein kann. Aber egal, der 1. FC Union zieht mit einem 3:1 (1:0, 0:0, 1:1) beim SV Waldhof Mannheim in die dritte Runde des DFB-Pokals ein. 515.028 Euro gehen in das Säckel von Schatzmeister Oskar Kosche und in Köpenick kann man gespannt auf die Auslosung am Sonntag (18.30 Uhr, ARD) schauen, was denn so als nächstes kommt. Ein Derby vielleicht? Oder eine Reise ans Millerntor?

War gestern Abend beim Drittligisten, bei dem Frederik Rönnow zu seinem zweiten Pflichtspiel der Saison kam, erst einmal nebensächlich. Es überwog die Freude, nicht gescheitert zu sein. Gegen solche Mannschaften sind ja schon einige Favoriten gescheitert. Und so seltsam es in den Ohren manch altgedienter Unionfans klingen mag, ja, Union ist mittlerweile häufiger Favorit denn Außenseiter.

Behrens mit Doppelpack

„Im Pokal kommt es drauf an, weiterzukommen. Vielleicht hätten wir uns die Verlängerung ersparen können. Aber wir wussten, was hier auf uns zukommt. Mit dem zwölften Mann im Rücken. Und mit dem frühen Rückstand wurde es natürlich nicht einfacher“, analysierte Timo Baumgartl hinterher trefflich die Partie. 

Dass es nach dem 0:1 durch Alexander Rossipal (4.) – Vorarbeit übrigens ein gewisser Marc Schnatterer – nicht noch schlimmer kam, lag auch an einem blendend aufgelegten Kevin Behrens. Der stellte noch vor der Pause alles wieder auf Pari (17.). So kam gar nicht so viel Pokalstimmung auf, wie von den Hausherren gewünscht. Und Behrens grüßte keck in die Heimat mit Ball unter dem Trikot und angedeutetem Schnuller im Mund. Glückwunsch, dem werdenden Vater.

Awoniyi erspart Union Elfmeterschießen

Immerhin zwangen sie Union in die Verlängerung. Doch da war dann ein gewisser Taiwo Awoniyi nach seiner Einwechslung zur Stelle und stellte die Weichen auf Sieg (94.). Der Türöffner für den Erfolg. Und ersparte allen Beteiligten ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen.

Behrens konnte das dann am Ende  mit seinem zweiten Treffer des Tages (118.) noch einmal unterstreichen. Alles kein Ruhmesblatt. Aber geputzt, ist geputzt. Und auf mehr kommt es im Pokal ja nun nicht an.

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