Hat derzeit im Kampf der Keeper ein etwas schlechteres Blatt auf der Hand: Unions Neuzugang Frederik Rönnow.  City-Press/Moritz Eden

Der Jubel war groß. Nach dem Training versuchte sich Unions neues Torwarttrio im beliebten Linienschießen. Dabei muss ein Ball von der Grundlinie möglichst zielgenau auf die Mittellinie geschossen werden. Busk, Unions dritter Keeper, triumphierte gegen die Kollegen Andreas Luthe und Frederik Rönnow.

Letzterer droht noch mehr abgehängt zu werden. Denn der dänische EM-Fahrer, der erst am Sonntag zu den Eisernen ins Trainingslager in Oberlängenfeld gekommen war und damit erst wenige Einheiten mit den neuen Kollegen bestreiten konnte, steckt ein klein wenig in der Loris-Karius-Falle.

In der Vorsaison kam die Leihgabe des FC Liverpool erst nach dem Saisonstart nach Köpenick, konnte sich nicht zeigen. Andreas Luthe bewies dagegen in den ersten Pflichtspielen, was er drauf hat und Trainer Urs Fischer sah keine Veranlassung, ihn aus dem Tor zu nehmen. Das blieb die ganze Spielzeit so. 

Union hat nur noch einen Test vorm Pokal

Rönnow ist zwar jetzt bei den Eisernen angekommen. Doch in Tirol stehen keine weiteren Testspiele mehr an. Und der Kick gegen Athletic Bilbao am Sonnabend in der Alten Försterei (15.30 Uhr) ist die Generalprobe für den Pflichtspielauftakt eine Woche später im DFB-Pokal bei Türkgücü München. Schwer vorstellbar, dass Fischer gegen die Basken also groß experimentieren wird. 

„Beides ist möglich“, meinte zwar Fischer. Also eine potenzielle Startelf reinwerfen oder aber auf zwei, drei Positionen noch etwas versuchen. Fischer: „Freitag werden wir noch mal trainieren und dann gilt es sich anzunähern an eine mögliche  Startformation für das Pokalspiel.“

Die Chancen für den 28-jährigen Rönnow stehen also eher so semi ohne echte Gewöhnung an die Kollegen oder einen Test auf Herz und Nieren. Zumal Fischer ja auch sagt: „Ich glaube, es gilt in erster Linie einmal darum, hallo zu sagen. Und dann werden wir sicher das Gespräch suchen. Ich meine, er hatte nur kurz Ferien. Dann schauen wir mal, wo er einsteigt. Und dann gibt es auch noch ein Gespräch mit Gpurning (Unions Torwarttrainer, d. Red.) und dann schauen wir mal, wo es hingeht.“

Klingt eher so, als ob die Karius-Falle ein zweites Mal in Köpenick zuschlagen könnte. Selbst wenn Loris gar nicht mehr da ist. 

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