Suleiman Abdullahi gilt als Wechselkandidat im Wintertransferfenster. Er ist nicht der einzige Union-Profi, der die Eisernen verlassen könnte. imago/Matthias Koch

Der letzte Ball ist noch nicht gerollt. Der letzte Pfiff noch nicht erfolgt. Doch schon jetzt steht fest – die Arbeit fängt jetzt erst an. Also nicht für Urs Fischer. Für den hört sie ja nie auf. Nein, Unions Manager Oliver Ruhnert ist in den kommenden Wochen gefordert. Es gilt beim Kader der Eisernen einige Korrekturen vorzunehmen. 

Der war natürlich vor Saisonbeginn auf eine Dreifachbelastung ausgerichtet. Die ist nun vorbei. Also gilt es auszudünnen. Völlig unabhängig davon, wie der Kick zum Abschluss der Hinrunde in Bochum ausgeht.

Viel Arbeit für Union-Manager Ruhnert

27 bis 28 Spieler als ideale Größe, schweben Ruhnert für den Rückrundenbeginn vor. Um Kosten zu sparen. Und auch um Unzufriedenheit im Kader zu minimieren. Die ist durchaus vorhanden, wie Kapitän Christopher Trimmel freimütig einräumte. „Wir haben viele unzufrieden Spieler. Die Conference League ist jetzt vorbei“, darauf müsse man reagieren. 

Wen er damit meint, kann sich jeder selbst erschließen. Die beiden polnischen Sommerzugänge Pawel Wszolek und Tymoteusz Puchacz gehören mit Sicherheit dazu. Wobei das Tischtuch zwischen Puchacz und Union nicht zerschnitten sein dürfte. Nicht umsonst hatten die Köpenicker im Sommer 2,5 Millionen Euro hingeblättert, um den polnischen Nationalspieler von Lech Posen loszueisen. Maximal eine Leihe könnte im Raum stehen. Denn nicht umsonst wurde er mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet.

Abdullahi zu weit weg vom Team

Anders sein Landsmann, der nicht einmal für den Europacup nominiert wurde und bis auf den Kurzeinsatz im Pokal in Mannheim keine weitere Pflichtspielminute für die Köpenicker absolvierte. Da wäre alles andere als ein Veränderungswunsch hochgradig verwunderlich. Auch der zweite Anlauf von Wszolek nach Deutschland scheint nicht unter einem guten Stern zu stehen.

Weitere Kandidaten für einen Wechsel sind natürlich Suleiman Abduallhi. Für viele der kompletteste Stürmer im Kader der Köpenicker, der aber sein Potenzial nicht abruft. Für ihn suche man „nach Lösungen“, räumte Ruhnert im Kicker ein. Man hat die Hoffnung bei den Eisernen jetzt aufgegeben, dass bei „Manni“ der Knoten platzt. Auch nach seiner Rückkehr aus seiner Leihe nach Braunschweig hat sich nicht wirklich was geändert. Schade eigentlich.

Was wird aus Ujah und Endo?

Auch Keita Endo könnte ein Leihkandidat werden. Ganze 21 Bundesligaminuten sind für ihn notiert. In der Vorsaison waren es noch 448. Auch nicht viel. Aber angesichts der starken Konkurrenz in diesem Jahrgang nicht ungewöhnlich.

Bliebe noch Anthony Ujah. Dessen Dreijahres-Kontrakt läuft im Sommer aus. Im Winter wäre also ein Wechsel durchaus möglich. Aber die Interessenten aus der Liga dürften nach seinen knapp eineinhalb Jahren Ausfallzeit nicht gerade Schlange stehen. Zudem würde es das Gehalt zu stemmen gelten. Ob der Nigerianer da große Abstriche machen will? Ein Transfer ins Ausland wäre denkbar. Falls ein Klub im eine längerfristige Perspektive über den Sommer hinaus aufzeigt. 

Neuzugänge schloss Ruhnert hingegen aus. „Jemanden zu holen, der uns nur für die Rückrunde zur Verfügung steht, ist sicher nicht das Ziel.“

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