Die Unioner feiern ihren grandiosen Saisonabschluss.  Matthias Koch

Leistung muss sich wieder lohnen. Und für den 1. FC Union hat sich diese Spielzeit nicht nur im Renommee gelohnt, sondern sie zahlt sich in klingender Münze aus. Dabei profitieren die Eisernen vom Last-Minute-Abstieg des SV Werder.

In der abgelaufenen Spielzeit wurden die Köpenicker mit dem zweitkleinsten Anteil aus dem TV-Topf entlohnt. Lediglich Aufsteiger Bielefeld rangierte hinter den Eisernen. Stuttgart, obwohl im Jahr davor auch nur Zweitligist, kam knapp vor den Köpenickern in der für die Verteilung der Fernsehgelder wichtigen Fünfjahreswertung ein, weil sie in den Zeiten davor immer erstklassig gewesen waren. Union brachte das immerhin 32,628 Millionen Euro, was ein leichtes Plus von 1,2 Millionen Euro zu ihrem ersten Erstligajahr gewesen ist.

Köln und Bremen spielen Union in die Karten 

Lesen Sie auch: Union-Kolumne: Eine eiserne Saison wie ein Nougat-Sahne-Krokant-Trüffel >>

Für die Spielzeit 2021/22 kann Oskar Kosche jetzt aber mit rund 40,7 Millionen aus dem Fernsehtopf planen. Union überholte den 1. FC Köln. Bremen als weiter oben platziertes Team fällt nach dem Abstieg durchs Raster.

Und ob zwei oder drei Aufsteiger ist egal, alle müssen sich hinter den Köpenickern einsortieren, die im Fünfjahresranking mit 348 Zählern (aktuelle Saison mit Faktor 5, davor das Jahr mit Faktor 4 usw.) auf Rang 14 vor den Geißböcken (321 Punkte) liegen. Weil dieses Jahr satte neun Plätze die beiden Aufsteiger von 2019 trennen.

In der Gruppenphase winkt Union kräftig Schotter 

Lesen Sie auch: Japan meldet: Ex-Hertha-Star Genki Haraguchi stürmt für den 1. FC Union! >>

Beim Erreichen der Gruppenphase in der Conference League (ECL) macht Union noch mal kräftig Schotter. Die Uefa schüttet rund 235 Mio. Euro an die 32 Teilnehmer aus. Das ist ungefähr genau die Hälfte dessen, was in die Europa League fließt.

Wenn analog zu ihr verfahren wird, werden auch in der ECL rund 25 Prozent davon als reine Startprämie verteilt. Union könnte da also nochmal 1,8 Millionen einsacken, hätte im Idealfall 10 Millionen Euro mehr im Säckel als im Sommer 2020.