Yunus Malli  – hier im Duell mit Schalkes Salif Sané – konnte die in ihn gesteckten Erwartungen beim 1. FC Union nie wirklich erfüllen. Foto:  Matthias Koch/1. FC Union/Pool

Er kam im Januar als Hoffnungsträger. Als potenzielles Versprechen auf ein Stückchen mehr Ballspielkultur in den Reihen der Eisernen. Doch jetzt ist klar: Die Wege von Yunus Malli und des 1. FC Union werden sich nach der Saison trennen. Unabhängig davon, ob die Eisernen den Klassenerhalt schaffen. 

„Sie kehren zurück“, sagte Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke gegenüber dem „Kicker“ und meinte neben Malli auch den an Mainz verliehenen Jeffrey Bruma. „Das ist korrekt. Das haben wir ja auch von Anfang an so kommuniziert“, bestätige Unions Manager Oliver Ruhnert gegenüber dem KURIER das Ende der Leihzeit.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Zum einen ist es der finanzielle Spielraum. Der aus Kassel stammende Offensivgeist ist kein finanzielles Leichtgewicht. Das Wölfe-Gehalt kann und will Union nicht stemmen. „Das könnten wir uns gar nicht leisten“, so Ruhnert weiter.

Trainingsrückstand durch unklare Corona-Tests erschwerten Mallis Neustart

Zum anderen konnte der 1,79 Meter große Techniker seine durchaus vorhandenen Fähigkeiten nie so wie gewünscht in der Elf von Urs Fischer zum Tragen bringen. Der Deutsch-Türke schlägt eher die filigrane Klinge. Der physisch-robuste Spielstil der Köpenicker ist nicht so sein Ding.

Zudem mangelte es ihm an etwas, was man den nötigen Punch nennen könnte. Sinnbild dessen war die vergebene Großchance gegen Schalke, als er nach vier Minuten in aussichtsreichster Position nur ein Schüsschen fabrizierte, aber keinen Wumms auf die Kugel brachte. 

Und Pech hatte die Wolfsburger Leihgabe auch noch. Durch unklare Corona-Tests musste Malli bei der Wideraufnahme des Übungsbetriebs passen und so mit deutlichem Trainingsrückstand in die finale Phase der Saison gehen. So konnte er weder Union wirklich helfen, noch in eigener Sache Werbung betreiben.