Christian Gentner ist nach seiner Verletzung wieder im Balltraining. Matthias Koch

Die „kommenden Wochen“ sind vorbei! Ebenso lange nämlich sollte Unions Mittelfeldroutinier Christian Gentner nach seiner im Saisonauftaktspiel gegen den FC Augsburg (1:3) erlittenen Verletzung an der linken Wade für das Team von Urs Fischer ausfallen. Nun ist er wieder da und der KURIER sagt: Willkommen zurück, Gente!

Schlecht lief es auch ohne den 35-Jährigen nicht, was vielleicht leise die Frage aufwirft, ob der Veteran derzeit im eisernen Maschinenraum überhaupt gebraucht wird. Die Antwort: ein klares Jein.

Ja, weil keiner im Team über eine solche Erfahrung und gleichsam über ein solches Stellungsspiel verfügt, wie der gebürtige Nürtinger. In 409 Bundesligaspielen hat Gentner so viel gesehen und erlebt, dass ihm kaum ein Gegenspieler noch etwas vormachen kann. „Le Gente“ kocht keiner ab!

Nein jedoch, weil die Konstellation mit Robert Andrich und Grischa Prömel zuletzt eigentlich ganz gut funktioniert hat. Beißer Andrich agierte beim Kantersieg gegen den FSV Mainz 05 (4:0) weitaus offensiver als sonst, weil Grischa Prömel weitere Wege ging, als der Routinier. Gerade beim Auswärtsspiel gegen den schwer demolierten FC Schalke 04 (Sonntag, 18 Uhr) wäre ein stets unruhiges Mittelfeld sicherlich wertvoll.

Und überhaupt: Warum etwas überstürzen. Für Union war es ein Glücksfall, dass man den Ausfall des so wichtigen Mittelfeldmannes letzten Endes doch sehr ordentlich auffangen konnte. Urs Fischer kann sich also freuen: Wieder einmal hat er eine weitere personelle und taktische Option.