Union-Trainer Urs Fischer will beim Abschluss der Vorbereitung gegen Athletic Bilbao noch mal genau hinschauen, wer von seinen Profis für den Start kommende Woche infrage kommt.  City-Press/Moritz Eden

Es geht los. Und damit sich jeder auch daran erinnert, um was es geht, gleich mal zur Bundesliga-Primetime.  Der 1. FC Union empfängt am Sonnabend Athletic Bilbao in der Alten Försterei (15.30 Uhr). Und jeder fragt sich: Wie viel Startelfelf wird uns Trainer Urs Fischer gegen die Basken zeigen?

Es ist die letzte Gelegenheit für den Schweizer Fußballlehrer, bei seiner Truppe acht Tage vor dem Pflichtspielstart im Pokal bei Türkgücü München das eine oder andere auszuprobieren. Im Wesentlichen wird ein Team ins Rennen geschickt, das dann kommenden Sonnabend im Stadion an der Grünwalder Straße die Kohlen aus dem Feuer holen soll. 

Seine Startelf hat Fischer schon weitestgehend im Kopf, wird gegen Bilbaos „Los Leones“ (die Löwen) keine großen Experimenten wagen.  „Es gibt eine Richtung, aber wir werden noch nicht alles festlegen, sondern Bilbao nutzen , um den einen oder anderen genauer anzuschauen,“ verriet der 55-Jährige. 

Bringt Fischer Rönnow oder Luthe? 

Wie viele Plätze sind noch frei? Welche Veränderungen kann es noch geben? Da ja Max Kruse noch nicht dabei sein wird nach seinem missglückten Olympia-Abenteuer mit allerlei Nebengeräuschen, wird mindestens ein Akteur dieses Kicks kommende Woche den Start auf der Bank erleben müssen. 

Mit Spannung werden nicht nur die neuen Heimtrikots, die gegen den Vorjahreszehnten der spanischen Liga ihre Premiere haben, erwartet, sondern auch die Klärung der Torwartfrage. Wenn Urs Fischer Frederik Rönnow nicht in die Kiste stellt, wird Andreas Luthe wieder als klare Nummer eins in die Spielzeit gehen. 

Interessant sein wird auch zu sehen, ob Fischer auf Dreier- oder Viererkette in der Abwehr  setzt. Davon ist abhängig, ob wir einen der drei neuen Innenverteidiger (Paul Jaeckel, Rick van Drongelen, Timo Baumgartl) live in Aktion bewundern können. Bei einer Viererkette gelten Marvin Friedrich und Robin Knoche als gesetzt. Frischlinge wird es eher in den Mannschaftsteilen davor geben, auch wenn hinten links mit Tymoteusz Puchacz ein Neuzugang sicherlich ein gutes Blatt in der Hand hat. 

Ob gegen Bilbao, das seit Ligagründung in Spanien 1928 immer erstklassig gewesen ist, gewonnen oder verloren wird, ist für Fischer übrigens eher zweitranging. „Sicher, Resultate helfen dir, sie geben dir auch Selbstvertrauen“, weiß Fischer. Aber wichtiger ist ihm die Art und Weise, wie seine Truppe insgesamt die Aufgabe angeht. Es braucht nicht zwingend eine Niederlage, um die Sinne zu schärfen, nur weil bislang fast alles optimal verlief in der Vorbereitung. 

Und auch eine verpatzte Generalprobe muss ja kein schlechtes Omen sein für den weiteren Saisonverlauf. Erinnert sei hier an eine deftige 0:3-Schlappe bei den Queens Park Rangers 2018 in London, als die Union-Fans mit einem kleinen Marsch zur Loftus Road ihr erstes Gastspiel auf englischem Boden feierten. Danach folgte eine wundervolle Spielzeit, an deren Ende der Bundesligaaufstieg stand ... 

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