Die Union-Profis ließen sich von den wenigen Fans nach dem Pokalsieg bei Hertha BSC feiern und haben nun gute Chancen, etwas Historisches zu schaffen. City-Press 

Was wäre das für ein Chor geworden. Ohrenbetäubend sicherlich. Echte Fischer-Chöre sozusagen. Versammelt am Marathontor und vor sich die hüpfenden Pokalhelden. Die Stadtmeistergesänge, dieses raue „Berlins Nummer eins“ nur aus 200 Kehlen vernehmen zu müssen, war schon ein kleines bisschen traurig. Und daher bei weitem kürzer als sonst. Aber das war auch das Einzige, was aus Köpenicker Sicht an diesem historischen Abend zu betrauern galt. Viertelfinale erreicht. Eine weitere Million Euro an Fernsehgeldern eingesackt. Und dem großen Rivalen, der ja gern für sich in Anspruch nimmt, die ganze Stadt zu vertreten, mal wieder eins mitgegeben.

Union kann Herthas Traum jetzt leben

Tut einfach nur gut. Das Grinsen im Gesicht der Unioner wird noch eine ganze Weile dort festzementiert bleiben nach dem bereits zweiten Erfolg in dieser Spielzeit gegen die Blau-Weißen. Nummer drei sollte auch nicht ausgeschlossen werden, wenn es in der Liga im April noch einmal in die Schüssel geht. Vielleicht dann wieder mit Zuschauern. Oder zumindest ein paar mehr.

Der Traum vom „Finale dahoam“ ist ja traditionell eher im Westend zu Hause als im Südosten der Stadt. Und für die Eisernen wäre es ja im Endspiel erneut ein Gastspiel, auch wenn es in der eigenen Stadt stattfindet. Doch man kann mit Fug und Recht sagen, dass Union nun Herthas Traum leben kann. Mit ein bisschen Losglück spricht nichts dagegen, dass die Eisernen womöglich nach 2001 zum zweiten Mal ins Endspiel einziehen könnten.

Union hofft auf Heimspiele

Wie heißt es so schon in einem Köpenicker Fan-Gesang: „Erst steigen wir auf, dann Pokal, international.“ Nun gut, die Reihenfolge wurde ein bisschen durcheinandergeworfen, weil Union ja in dieser Spielzeit schon in Europa seine Visitenkarten abgeben konnte. Aber vom Grundsatz her gilt es weiterhin nach diesem dritten Viertelfinaleinzug in der DFB-Pokal-Geschichte der Köpenicker.

Von den großen Kalibern ist nur noch Leipzig dabei. Und die formidablen Freiburger. Dazu vier Zweitlisten und noch der VfL Bochum. Da ist diesmal wirklich alles drin, wenn auch noch ein bisschen Losglück in Form von Heimspielen dazukommen sollte. Hier können neue Helden geboren werden. Helden für die Ewigkeit. So wie einst 1968!

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