Tack och adjö: Sebastian Andersson verlässt den 1. FC Union. Foto: Imago Images/Matthias Koch

Tack och adjö: Am Dienstag wird Unions Stürmer Sebastian Andersson den Medizincheck beim 1. FC Köln absolvieren und dann an den Rhein wechseln – für sechs Millionen Euro, da sind sich die beiden Klubs bereits einig. Pikant: Nach dem Wechsel von Rafal Gikiewicz zum FC Augsburg stärken die Köpenicker so einen weiteren Konkurrenten im Abstiegskampf mit einem Schlüsselspieler.

Dass der 2018 ablösefrei aus Kaiserslautern gekommene Schwede für die Eisernen dennoch nicht nur der Rekordverkauf, sondern nach 26 Toren in 74 Spielen auch ganz generell ein richtig gutes Geschäft gewesen ist, kann da nur ein schwacher Trost sein. Denn irgendwie müssen die Eisernen auf den Verlust des Stürmers reagieren. Der KURIER nennt drei Ansätze.

Ersatz für Andersson verpflichten

Die naheliegendste Variante ist sicher, Ersatz für Andersson zu beschaffen. Mit Philipp Hofmann (27, Karlsruher SC) und Florian Krüger (21, Erzgebirge Aue) kursieren bereits Namen von potenziellen Kandidaten. Dass die Eisernen nach dem Verkauf des Schweden durchaus flüssig sind, ist jedoch auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. So werden für Hofmann etwa vier Millionen Euro fällig, eine happige Summe für einen Stürmer, der seine Torgefahr noch nie in einer ersten Liga unter Beweis stellen konnte.

Auf die zur Verfügung stehenden Stürmer setzen

Völlig hilflos sind die Eisernen ohne Andersson nicht. Mit Anthony Ujah steht ein ähnlicher Spielertyp bereits in Köpenick unter Vertrag, mit Cedric Teuchert und Max Kruse kamen zwei namhafte Stürmer im Sommer an die Alte Försterei. Problematisch nur: Ujah ist noch verletzt, mit einem vollumfänglich fitten Kruse rechnen die Eisernen frühestens im Oktober. Und Angreifer Teuchert war im Pokalspiel in Karlsruhe kaum zu sehen.

Sich wieder einmal neu erfinden

Union will sich in dieser Saison spielerisch weiterentwickeln, und genau dazu haben die Eisernen nun die Chance. Mit Andersson war Union berechenbar: Hinten sicher und vorne geprägt von langen Bällen auf den Schweden, der für Marius Bülter ablegte oder selbst vollstreckte. Unwahrscheinlich, dass dieses System im zweiten Bundesligajahr in Folge wieder so gut funktioniert hätte. Wieso also nicht mit dem vorhandenen Personal oder einem potenziellen Neuzugang Neues wagen und die Liga noch einmal im Sturm überraschen. Dann, da kann man sicher sein, wäre der Abgang von Sebastian Andersson schneller vergessen, als so mancher glaubt.