Unions Andreas Voglsammer (M.) bejubelt seinen Treffer in Dortmund. Gerne würde er am Sonnabend auch gegen seinen Ex-Klub Bielefeld treffen. AP/Martin Meissner

Die alte WhatsApp-Gruppe – nennen wir sie zur Einordnung der Einfachheit halber mal DSC – hat Funkstille. Aus Gründen. „Natürlich bin ich mit den Jungs noch im Kontakt. Aber diese Woche ist ruhiger. Man will ja nicht zu viel verraten“, meinte Unions Andreas Voglsammer vor dem Wiedersehen am Sonnabend (15.30 Uhr) mit seinem Ex-Klub Arminia Bielefeld.

Gastgeschenke werden nicht gemacht, wenn es nach dem 29-Jährigen geht. „Klar will ich gewinnen. Ich hätte ja gerne auch am Sonntag gewonnen. Es spielt keine Rolle, gegen wen man spielt. Ich will immer drei Punkte“, zeigt der gebürtige Rosenheimer unverminderten Ehrgeiz. Gefühle, so man sie die denn im Profizirkus leisten kann, werden auch nach fünfeinhalb guten Jahren, wie Voglsammer betont, bei den Ostwestfalen hinten angestellt.

Voglsammers Ehrgeiz ist unvermindert

Zuletzt lief es bei dem wuchtigen Angreifer. In den Conference-Play-offs getroffen, im Prag beim 1:3 viel Schwung reingebracht, dazu ein Tor beim 2:4 in Dortmund gemacht. „Und gegen Augsburg den Pfosten getroffen“, will Voglsammer ein Detail nicht unterschlagen wissen – und doch ist er derzeit bei Union-Trainer Urs Fischer nur zweite Wahl, kam bis auf den DFB-Pokal nur zu Kurzeinsätzen.

Was er sich so nicht ausgerechnet hatte, als er im Sommer bei den Eisernen unterschrieben hatte? „Klar kann man nicht zufrieden sein, wenn man nicht von Beginn an spielt“, sagt Voglsammer. „Ich bin schon mit einem gewissen Anspruch hergekommen. So ehrgeizig bin ich. Das hat sich nicht geändert und wird sich auch nicht ändern.“

Vogelsammer will Kruse und Co. pushen

Doch seinerzeit war die Rückkehr von Taiwo Awonyi noch nicht absehbar. Ein Parameter, der die Gesamtsituation im eisernen Angriff natürlich veränderte. Sodass neben Voglsammer auch die Herren Kevin Behrens und Sheraldo Becker ungeachtet ihrer Qualitäten derzeit ein wenig im Schatten stehen. 

Stunk macht Voglsammer deswegen nicht. Dafür ist er nicht der Typ. „Es bleibt mir nichts anderes übrig, als ruhig zu bleiben, denn die Jungs machen es richtig gut“, so Vogelsammer, der ein klein wenig Kraft daraus schöpft, dass die Jungs vor ihm wissen, dass hinter ihnen jemand mit den Hufen scharrt. „Das“, da ist er sich sicher, „pusht Max Kruse und Taiwo Awoniyi. Und dadurch helfe ich auch dem Team insgesamt.“

>>> Lesen Sie mehr zu den Eisernen