Christopher Lenz muss gegen Paderborn weiterhin passen. Foto: imago images/Bernd König

Unions Trainer Urs Fischer wurde in der Pressekonferenz für seine Verhältnisse recht deutlich. Er schloss den Einsatz von Außenbahnspieler Christopher Lenz mehr oder weniger aus. Womit klar ist, die Lieblingsvariante des Trainers im 3-4-3 fällt eher flach. 

Gegen Schalke hatte er noch an der Dreierkette festgehalten und Marius Bülter ein wenig nach hinten versetzt. Dafür wirbelte vorne eine Doppelspitze mit Sebastian Andersson und Anthony Ujah sowie Yunus Malli zentral hinter den Spitzen. In Köln kompensierte der Schweizer Fußballlehrer das Fehlen von Lenz mit einem 4-4-2, in dem Marius Bülter wieder wie gewohnt auf den Flügeln wirbeln durfte und Ken Reichel hinten links agierte. Dafür musste Florian Hübner zurück auf die Bank, weil Fischer ja einen Innenverteidiger weniger als gewohnt auf dem Feld benötigte.

Gegen Paderborn hat Fischer nun die Quahl der Wahl. Wobei er die alte Variante "Never change a winning team" (Ändere nie eine siegreiche Mannschaft) eher nicht anwenden wird. Denn Robert Andrich hat seine Gelbsperre abgebrummt und kann getrost drauf losrüpeln. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen wird es keine weitere Zwangspause mehr für ihn geben in dieser Spielzeit. Daher wird wohl Grischa Prömel zunächst auf der Bank Platz nehmen. Auch wenn Fischer mit viel Lob für Prömel und Christian Gentner sofort eine Nebelkerze warf.

Fischer zeigt sich bei System flexibel

Es spricht einiges dafür, dass Fischer gegen die schnellen und umschaltfreudigen Ostwestfalen weiter auf das Kölner System setzt. Auch wenn er diese Frage als unerheblich ansieht. "Es kommt nicht darauf an, welches System man spielt, sondern wie man es ausfüllt", so der 54-Jährige.

Wenn er beim 4-4-2- bleibt, hat er den Vorteil, dass er mit Ujah auf der Bank noch nachlegen kann, wenn die Partie nicht den erhofften Verlauf nehmen wird. Es würde auch nicht groß verwundern, wenn er im Lauf der Partie Suleiman Abdullahi zu seinem Bundesliga-Comeback verhelfen würde. Seit September hat der Nigerianer ja nicht mehr für die Eisernen gespielt. Knieprobleme, eine Gehirnerschütterung, dann Trainingsrückstand wegen Visa-Problemen und diverse Rückschläge verhinderten, dass der Nigerianer wieder all seine Wucht in die Dienste der Eisernen stellen konnte.  Jetzt gegen Paderborn vielleicht noch ins Team rücken zu können, wäre ein versöhnlicher Abschluss für den 23-Jährigen, der in der Vorsaison mit so wichtigen Toren wie beim 2:2 beim Hamburger SV oder in der Relegation in Stuttgart (2:2) zu gefallen wusste.