Teures Vergnügen! Unions Fans zündelten in Malmö und wurden jetzt für das nächste Europa-League-Spiel auswärts ausgesperrt.
Teures Vergnügen! Unions Fans zündelten in Malmö und wurden jetzt für das nächste Europa-League-Spiel auswärts ausgesperrt. dpa/Nilsson

Bitter, aber zu erwarten gewesen. Es kommt knüppeldick für den 1. FC Union. Nach der Pyro-Randale von einigen Fans beim Europa-Cup-Spiel in Malmö vor 15 Tagen hat die Uefa jetzt eine knallharte Strafe verhängt. Die Union-Anhänger werden für das nächste Auswärtsspiel beim Gruppenersten Royale Union Saint-Gilloise aus Belgien am 3. November komplett ausgesperrt. Es dürfen keine Tickets an Unioner verkauft werden.

Dazu muss der Klub wegen der Ausschreitungen in Schweden – die Partie stand kurz vor einem Spielabbruch – auch noch 40.000 Euro Strafe zahlen. Außerdem sollen die Köpenicker auch noch für die Schäden an den Sitzplätzen im Stadion von Malmö blechen und sich auf eine Summe mit dem schwedischen Klub einigen. Malmö FF als Veranstalter muss dagegen noch mehr Strafe zahlen: insgesamt 74.750 Euro. Ganz schön heftig. Auch Malmös Fans hatten mit bengalischen Feuern und Raketen nicht gegeizt.

Einen Bärendienst haben die Ultras und die mit ihnen befreundeten Gruppierungen damit dem Rest der Unionfans erwiesen. Jetzt müssen alle unter der Idiotie einiger weniger leiden. Die Geldstrafe ist das eine. Nicht dabei zu sein, wenn es bei Brüssel womöglich um die Wurst geht, schmerzt viel mehr.

Teile der Union-Anhänger hatten auch schon beim ersten Auswärtsspiel in Braga lustvoll mit dem Feuer gespielt. Bereits da gab es eine Geldstrafe von 40.500 Euro. Jetzt war der 1. FC Union Wiederholungstäter, da kannte die Uefa keine Gnade und verhängte ein Verbot für den Stadionbesuch in Saint-Gilloise.

Das ist besonders für das Team bitter. Ohne Unterstützung der Anhänger geht es dann ins letzte und wohl entscheidende Gruppenspiel. Die Köpenicker haben immer noch – wenn auch eher geringe – Chancen, sich als Gruppenerster direkt für  das Achtelfinale der Europa League zu qualifizieren. Wozu ein Sieg in Belgien notwendig ist! Doch ohne Anhänger? Schwer!

Überwintern tun die Eisernen auf jeden Fall, weil Platz drei ihnen nicht mehr zu nehmen ist. Das hieße K.-o.-Spiele in einer Zwischenrunde zum Achtelfinale – entweder zur Europa League oder der Conference League.   

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