Christopher Trimmel (r.), hier im Zweikampf mit dem Nordiren Jordan Jones, kam am Wochenende zu seinem neunten Länderspieleinsatz. Am Mittwoch hofft er drauf, in Rumänien die Zehn voll machen zu dürfen.  Foto:
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Länderspielpause. Des einen Frust, des anderen Lust. Trainer Urs Fischer beispielsweise dürfte nicht unerfreut gewesen sein, dass er dieser Tage mit einem vollen Kader einmal ganz in Ruhe arbeiten durfte. Von seiner Belegschaft waren ja nur zwei Kicker im Dienst an der nationalen Sache unterwegs - Christopher Trimmel mit den Österreichern und Joel Pohjanpalo mit Finnland.

„Den Trainer freut so etwas. Aber vielleicht würde es ihn noch mehr freuen, wenn er noch ein paar mehr Nationalspieler in seinem Kader hätte“, hatte Manager Oliver Ruhnert jüngst mit einem Lächeln angemerkt. Ein nicht ganz unberechtigter Hinweis. Mehr Nationalspieler bedeutet ja mehr Qualität im Kader, wovon der Chefcoach dann auch an Spieltagen und nicht nur in der Länderspielpause im Training profitieren würde.

Eigentlich hätte Fischer ja sogar auf ein Trio verzichten müssen. Nico Schlotterbeck hatte auch eine Nominierung für die deutsche U21 erhalten. Doch dessen Verletzung aus dem Mainz-Spiel verhinderte einen Einsatz bei Stefan Kuntz.

Am Donnerstag jedenfalls hofft Fischer auf die wohlbehaltene Rückkehr seiner beiden Länderspielfahrer. Die müssen am Mittwoch noch in der Nations League ran. Wobei Pohjanpalo bei den Finnen gegen Irland (18 Uhr/DAZN) als Stammspieler in Helsinki wohl mehr Einsatzminuten bekommen wird als der Österreicher in Ploiesti gegen die Rumänen (20.45 Uhr/DAZN). Der hatte immerhin am Sonntag 17 Minuten mithelfen dürfen, den 1:0-Erfolg der Elf von Franco Foda in der Gruppe B1 in Nordirland abzusichern. 

Die Ösis wollen mit einem Sieg in Rumänien - dort konnten die Alpenkicker übrigens noch nie in ihrer Geschichte gewinnen - die punktgleichen Norweger (zeitgleich gegen Nordirland) überflügeln. Finnland hofft in Gruppe B4 auf einen Ausrutscher von Tabellenführer Wales in Bulgarien (20.45 Uhr). Einen Punkt liegen Pohjanpalo und Kollegen hinter den Briten. 

Für Fischer ist natürlich wichtig, dass sein Kapitän und sein Edeljoker wohlbehalten zurückkommen. Nicht nur angesichts der Corona-Krise ein nachvollziehbarer Wunsch. Rumänien gilt zudem als Risikogebiet. Um nicht wegen eines zu langen Aufenthalts im Karpatenstaat in Quarantäne zu müssen, chartern die Österreicher eigens noch einen Flieger, der alle Bundesliga-Legionäre unmittelbar nach dem Match nach Deutschland bringt. Dort wird dann der obligatorische zweite Abstrich durchgeführt, damit alle am Wochenende bei ihren Klubs zum Einsatz kommen dürfen.