Sebastian Polter wird den 1. FC Union verlassen. Matthias Koch

Es hätte der größte Abschied seit Damir Kreilach werden sollen, vielleicht sogar seit Torsten Mattuschka. Doch weil die Coronakrise gerade alles in Frage stellt, ist auch unklar, wann und in welcher Form Sebastian Polter den 1. FC Union verlässt. Nach Ende seines Vertrages am 30. Juni? Oder doch später, weil die Saison noch bis Juli dauert?

Sein Berater Branko Panic setzt in der Frage des Umgangs mit auslaufenden Verträgen in der Coronavirus-Krise auf eine Regelung durch die internationalen Verbände: «Es muss auf FIFA- und UEFA-Ebene eine Regelung vorgegeben werden, wie mit solchen Verträgen umgegangen wird. Dann werden alle Verbände das so auch umsetzen», sagte er der «Sport Bild». «Bis dahin gilt: Der Vertrag endet am 30. Juni, und ab 1. Juli kann der Spieler sich einem anderen Verein anschließen. So werden wir es handhaben. Allerdings glaube ich, dass die Saison bis Ende Juni ordentlich beendet sein wird.»

Polter hatte Mitte Februar erklärt, dass im Sommer für ihn bei den Köpenickern Schluss sei. Er habe noch kein Angebot für einen neuen Vertrag bekommen. Der 29-Jährige spielt seit Januar 2017 in Berlin. Diese Saison kam er auf zwölf Ligaeinsätze, davon nur zwei von Beginn an.

«Poltis Wunsch war und ist es, die Saison mit Union zu Ende zu spielen und sich ordentlich von den Union-Fans zu verabschieden. Deshalb hat er auch eine extrem werthaltige Anfrage Ende Januar abgelehnt» sagte Berater Panic. «Er hat mehrere Optionen und muss für sich entscheiden, welche ihn am meisten reizt – entweder im Ausland oder in der Bundesliga. Ganz klar: Ablösefreiheit ist gerade in der aktuellen Lage ein Vorteil.»