Heute gilt es – Schwarz-Gelb gegen Rot: Wer triumphiert am Ende?  Foto: Imago/Bernd König

Popcorn bereitstellen. Auf zum großen Showdown. Heute Abend können die Eisernen in Dortmund den ganz großen Coup landen. Einen, der womöglich die direkte Qualifikation für das internationale Geschäft näherbringt und nicht mal den Umweg Playoffs erforderlich machen würde. Lesen Sie alles, was Sie vor dem Spiel (20.30 Uhr/Sky) wissen müssen. 

Die Ausgangslage: Sechs Punkte Rückstand auf Dortmund, vier auf Leverkusen. Mit einem Erfolg bei den Ostwestfalen würde es für Union auf einmal sogar um Platz fünf und sechs gehen und nicht mehr nur um Rang sieben, der ja nur dann zur Teilnahme an den Playoffs zur Conference League berechtigt, wenn Leipzig und Dortmund in rund zehn Tagen in das Endspiel des DFB-Pokal einziehen sollten. Auch bei einer Niederlage muss der Traum von Europa nicht ausgeträumt sein, allerdings wird es dann sauschwer mit Duellen gegen Bremen, den zwei aufeinanderfolgenden Auswärtskicks in Leverkusen und Wolfsburg sowie dem Heimfinale gegen Leipzig.

Die Bilanz: Erstaunlicherweise ausgeglichen, wenn man die Ergebnisse nach der regulären Spielzeit betrachtet. Zwei Niederlagen (0:5 und 2:3 n. V.) stehen ein Remis über 102 Minuten (0:0), das dann vom Punkt zugunsten des BVB ausging, und zwei Union-Erfolge (3:1/2:1) in der Alten Försterei gegenüber. Im Punktspielbetrieb hätte der 1. FC Union also sogar die Nase mit 2:1 vorn. 

Gelbe Gefahr: Bei Union steht Robert Andrich bei vier Gelben. Zeigt, wie sehr er sich auch in diesem Punkt weiterentwickelt hat. Die hatte er in der Vorsaison schon nach neun Spieltagen zusammengekratzt. Der aktuelle Rüpelkönig bei den Eisernen ist übrigens Christopher Trimmel mit acht Verwarnungen.

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Die Taktik: Da Trainer Urs Fischer gern die Formation des Gegners spiegelt, ist denkbar, dass er wieder auf Viererkette zurückschaltet. Dann müssten wohl Nico Schlotterbeck und Christian Gentner zurück auf die Bank. Für zusätzliches Tempo im Spiel bei Kontern sollten dann Marius Bülter und Keita Endo sorgen.

Der Unparteiische: Daniel Schlager ist ein guter Bekannter für die Köpenicker. Insgesamt sieben Mal mussten die Eisernen nach seiner Pfeife tanzen, zuletzt beim 0:0 zu Hause gegen Schalke Mitte Februar. 

Die Schreckgestalten: Erling Haaland und Marius Bülter. Beiden gelang bereits ein Doppelpack, womit sie die erfolgreichsten Schützen in den direkten Duellen sind.

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Der 12. Mann: Sicher, eigentlich fehlt der mangels Zuschauern. Leider. Allerdings scheint sich das Aluminium zum 12. Mann bei Gegnern des BVB entwickelt zu haben. Niemand scheiterte in dieser Saison häufiger an Latte oder Pfosten als die Dortmunder (16-mal).

Die Schwachstelle: Kaum zu glauben, aber nach Schalke ist die Mannschaft von Edin Terzic das Team, dass das anfälligste nach Eckstößen ist. Schon fünf Mal klingelte es bei den Schwarz-Gelben nach einem Eckstoß. Union bejubelte nach den Bayern die zweitmeisten Tore nach Kopfbällen (13). Schön säuberlich verteilt auf sechs Spieler (Friedrich, Awoniyi, Kruse, Prömel, Knoche und Schlotterbeck).

Der Druck: Auf jeden Fall auf Seiten der Hausherren. Dortmund muss in die Champions League. Allein schon, um Erling Haaland den Verbleib schmackhaft zu machen.