Robin Knoche (l.) – hier im Duell mit Erling Haaland – droht das Spiel der Eisernen gegen Bielefeld zu verpassen. Wenn es ganz dumm läuft, sogar mehr als nur den einen Kick. City-Press/Firo Sportphoto

Zwei Probleme weniger, eines dafür neu. Zwei Tage vor dem Match gegen Arminia Bielefeld (Sonnabend, 15.30 Uhr, Alte Försterei) konnte Unions Trainer Urs Fischer zwar Entwarnung bei Christopher Trimmel und Max Kruse geben, musste aber den möglichen Ausfall von Abwehrchef Knoche einräumen.

Max Kruse hatte unter der Woche nur dosiert trainieren können, weil er sich mit Wehwehchen aus dem Dortmund-Kick (2:4) herumgeplagt hatte. Kapitän Christopher Trimmel verließ den Trainingsplatz am Mittwoch sogar mit bandagiertem Fuß. Doch da gab es doppelte Entwarnung. „Sie konnten alles mitmachen. Max hat einen Schlag abbekommen, bei Trimmi war das alles nicht so schlimm“, so der Schweizer Übungsleiter.

Den Capitano zu schonen angesichts der bevorstehenden Europacup-Aufgaben – so wie in der Vorwoche beim jetzt gänzlich wieder hergestellten Kevin Möhwald –, hält Fischer nicht für notwendig. „Wir wollen zwar in der Conference League ankommen, aber jetzt ist erst mal Bielefeld. Für uns ist jedes Spiel wichtig“, erklärt der 55-Jährige.

Knoches Verletzung wird noch untersucht

Wichtig wäre auch Knoche. Doch da druckste Fischer noch mehr herum, als es sonst in Köpenick üblich ist. Der Trainer der Eisernen wollte nicht genau sagen, was passiert ist und schon gar nicht, welches Körperteil überhaupt betroffen ist. „Er wird noch untersucht. Wenn wir da Näheres wissen, werden wir uns äußern“, so Fischer arg defensiv.

Klingt nicht gut. Und eine längerfristige Auszeit möchte sich keiner vorstellen. Knoche hatte seit seinem Wechsel im Sommer 2020 nicht ein Spiel verpasst. Ob in Liga, Pokal oder in Europa. Mit seiner ruhigen, coachenden Art hatte er als zentraler Baustein der Abwehr seine Nebenleute sicherer gemacht. Egal ob in der Dreier- oder Viererkette.

Jaeckel könnte Knoche ersetzen

Nun droht der Ausfall des Unersetzlichen. Auch wenn Fischer bei seinen Innenverteidigern keine Bauchschmerzen hat. Für Knoche würde Paul Jaeckel ins Team rutschen. Völlig unerheblich, dass er in Prag eine maximal unglückliche Figur abgegeben hatte, die in einer unnötigen Ampelkarte kulminierte. In seinen zwei Bundesligaeinsätzen gab es bei dem 23-Jährigen dagegen ja bislang nichts zu beanstanden. 

Fischer ist da auch nicht nachtragend. „Stockfehler geschehen. Er hat da im Spiel eine Entscheidung getroffen, die sicher nicht die beste war. Wenn ich jedes Mal nach einem Fehler einen Spieler rausnehmen würde, hätte ich keine Spieler mehr. Er ist ein junger Spieler. Es war für ihn auch eine Erfahrung und hatte sich nicht abgezeichnet nach der ersten Gelben. Er hat danach ja keine Fouls gemacht, sonst hätten wir schon überlegt, ihn auszuwechseln“, so der Schweizer.

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