Martin Krüger in seinem Element. Der Fitnesstrainer der Eisernen gibt den Profis des 1. FC Union Anweisungen für die nächsten Übungen. Selbst Chefcoach Urs Fischer und sein Assistent Sebastian Bönig lauschen andächtig. Imago/Matthias Koch

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Und ohne Fleiß keinen Preis! Altbekannte Sinnsprüche, die dieser Tage auch beim 1. FC Union wieder Hochkonjunktur haben. Dort kommt es in dieser Woche mal wieder zu dem von den Profis gefürchteten Krüger-Rand!

Was das sein soll? Gut, ist landläufig eher unter dem Namen Kraftkreis bekannt. Und wird von Athletik- und Rehatrainer Martin Krüger stets mit einem hämischen Grinsen exerziert. Immer schön am Rand des Platzes. In einem kleinen Eckchen nur, daher Krüger-Rand.

Am ersten Trainingstag gab es schon mal einen Vorgeschmack davon. Wird aber spätestens ab Sonnabend beim Kurztrainingslager in Bad Saarow auf dem Sportplatz von Eintracht Reichenwalde seine öffentliche Neuaufführung erleben.

Martin Krüger hält die Profis des 1. FC Union fit – seit sechs Jahren

Eine Art „Hassliebe“ nennt Krüger seine Beziehung zu den Union-Profis scherzhaft. Es ist eine Beziehung, die sich auszahlt. Vielleicht nicht in klingender Münze oder harten südafrikanischen Goldtalern, aber in einem viel wichtigeren Gut für die Kicker der Eisernen – ihrer Gesundheit. Letztendlich ist die ihr wichtigstes Kapital!

Seit Martin Krüger 2016 aus dem Nachwuchs der Eisernen zu den Profis wechselte, sind schwere Muskelverletzungen ein Fremdwort in Köpenick. Da liegt Union in der Branche ganz weit vorn! Krüger, der zu seiner eigenen Überraschung von Trainer Urs Fischer vom erstem Tag an bei der Belastungssteuerung nahezu freie Hand bekommen hat, wird also die Basis legen, damit die Unioner am 1. August, wenn sie in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC zu Gast sind, keine böse Überraschung erleben.

Martin Krüger schätzt das Vertrauen von Urs Fischer

Regelrecht „geschockt“ sei er gewesen, erinnert sich Krüger: „Wir kannten uns noch gar nicht, und trotzdem hat er mir direkt gesagt: ‚Du planst das Training und schickst mir dann zu, was wir machen.‘“ Hat sich bis heute nicht geändert. Fischer vertraut der Expertise seines Spezialisten. „Das schätze ich total“, sagt dieser ankennend. Der Schweizer Chefcoach predigt eben nicht nur Teamarbeit und Aufgabenteilung, sondern lebt sie auch vor.

Und so wird Krüger mal wieder breitbeinig zwischen seinen Jungs stehen. Das breite Kreuz markant durchgedrückt. Und mit einem Lächeln auf den Lippen. Manchmal auch mit einem Spruch, der die gerade schwitzenden Berufsfußballspieler in der Sekunde eher wenig erfreut. Eine Randerscheinung ist Krüger also bei den Eisernen nicht. Auch wenn der Brandenburger, der einst bei Alba seine ersten Schritte im Profisport unternahm,  sich nicht in den Vordergrund drängelt.

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