Winter-Transferphase

Warum der 1. FC Union bei einem Interesse von Hoffenheim am Wolfsburger Waldschmidt sehr gelassen bleiben kann

Die Eisernen werden im kommenden Wechselfenster nicht um jeden Preis aktiv werden. Und bis Ende Januar ist ohnehin noch sehr viel Zeit für die Köpenicker, um etwas zu tun. 

Teilen
Steht beim VfL Wolfsburg im Abseits und neuerdings nicht nur beim 1. FC Union, sondern auch bei der TSG Hoffenheim auf dem Zettel: Luca Waldschmidt.
Steht beim VfL Wolfsburg im Abseits und neuerdings nicht nur beim 1. FC Union, sondern auch bei der TSG Hoffenheim auf dem Zettel: Luca Waldschmidt.Imago/Christian Schroedter

Die TSG Hoffenheim meldete dieser Tage einen Verlust von 42 Millionen Euro. Das sind noch einmal 18 Millionen mehr als in der Vorsaison. Was das mit dem 1. FC Union zu tun hat? Zunächst einmal nicht viel, wenn man mal davon absieht, dass die Kraichgauer im kommenden Jahr der erste Gegner der Eisernen (21. Januar, 15.30 Uhr) sind, wenn die Bundesliga nach der WM-Pause ihre Pforten wieder öffnet.

Doch auf den zweiten Blick kommt man dann schon ins Grübeln. Jüngst wurde bekannt, dass die TSG um Stürmer Luca Waldschmidt buhlt. Und der 26-Jährige, noch immer in den Diensten des VfL Wolfsburg, der aber trotz der einstmals gezahlten 12 Millionen Euro Ablöse für ihn keine Perspektive in der Autostadt hat, wurde ja auch mit den Eisernen in Verbindung gebracht

Lesen Sie auch: Henry Hübchens Mantra in Krisenzeiten: „Glaube wenig, hinterfrage alles und vor allem – denke selbst“>>

Grund zur Aufregung ist das Interesse der TSG an Waldschmidt an der Wuhle nicht. Auch Hoffenheim würde bei Waldschmidt - wie die Eisernen - erst mal ein Leihgeschäft favorisieren. Also alles noch im finanziellen Rahmen. Aber die Chancen für Waldschmidt, künftig regelmäßig wieder spielen zu können, sind nun mal bei den Badenern größer als in Köpenick, weil Ihlas Bebou (Knorpelschaden im Knie) und Munas Dabbour (Schultereckgelenkssprengung) längerfristig fehlen.

Waldschmidt hätte keine Einsatzgarantie beim 1. FC Union

Bei den Eisernen hingegen ist das Top-Sturmpärchen mit Sheraldo Becker und Jordan Siebatcheu gesetzt und dahinter steht mit Kevin Behrens und Sven Michel ein treffliches Jokerduo Gewehr bei Fuß. Zudem hofft ja auch noch Jamie Leweling auf mehr Spielzeit. Eine Garantie, dass die Luftveränderung von der Aller an die Wuhle ihm mehr Spielzeit bringen würde, hätte Waldschmidt also nicht. 

Lesen Sie auch: Berliner Schleich-Bürokratie: Bis zu 22 Wochen dauert die Bearbeitung eines Wohngeldantrages – am langsamsten: Neukölln>>

Grämen muss sich der 1. FC Union nicht, wenn ihnen der Ex-Nationalspieler durch die Lappen gehen sollte. Die Köpenicker können das Thema Verstärkungen sehr gelassen angehen. Wie auch Manager Oliver Ruhnert zuletzt immer wieder eingeräumt hatte. Man werde nicht um jeden Preis was vom Zaun brechen. „Es geht immer um Verbesserungen. Wenn irgendwelche Dinge Sinn machen würden oder sich was ergibt, würden wir aktiv werden“, so Ruhnert. 

Es geht also um punktuelle Veränderungen beim Tabellenfünften. Und sei es nur, um den Konkurrenzkampf wieder neu zu entfachen. Oder einen Vorgriff auf einen Sommertransfer zu landen. Wie Union es eigentlich jedes Jahr im Winter gehandhabt hat. 

Lesen Sie hier mehr über den 1. FC Union >>