Unions Linksverteidiger Christopher Lenz. Foto: imago images/Matthias Koch

Am Dienstag hat Urs Fischer bei Christopher Lenz noch mal nachgehakt. Was da losgewesen sei beim 0:1 des VfL Wolfsburg, als der Linksverteidiger der Eisernen Gegenspieler Renato Steffen einfach einköpfen ließ. Lenz’ Antwort: „Ich habe ihm gesagt, dass ich mich dumm angestellt habe – und dass das nicht wieder vorkommen wird.“

So ist er, der 26-Jährige. Immer selbstkritisch, immer eifrig dabei, aus seinen Fehlern zu lernen und diese dann nach der Analyse schnell hinter sich zu lassen. So wie auch die Gelb-Rote Karte aus dem Pokalviertelfinalspiel gegen Bayer Leverkusen in der Vorsaison, ohne die die Unioner, da ist er auch im Rückblick sicher, „auf jeden Fall gewonnen“ hätten. „Wir haben das schon im Rückspiel in der Liga gemerkt, dass wir sie schlagen können, da dann aber einfach blöd verloren“, erinnert er sich an die Duelle im Vorjahr und ist sich sicher, „dass Leverkusen wieder eklig sein wird. Aber das denken die sicher auch über uns.“ Am Freitagabend ist die Werkself zu Gast in der Alten Försterei (20.30 Uhr).

Alphonso Davies ist Lenz’ Vorbild

Die Eisernen haben sich weiterentwickelt, sagt er und meint auch sich selbst. Damit er immer besser und besser wird, studiert Lenz auch eifrig die Konkurrenz auf der Linksverteidiger-Position. Alphonso Davies vom FC Bayern findet er inspirierend. „Keiner hat die Position im vergangenen Jahr so interpretiert wir er“, sagt er, ergänzt lachend: „Der ist aber auch gefühlte 30 km/h schneller als ich.“

Am Dienstag wird er auch das Pokalspiel der Werkself genau verfolgen – und hofft darauf, dass der kommende Gegner ordentlich Puste lassen muss. Denn: „Ein Sieg gegen Leverkusen oder in der kommenden Woche gegen Leipzig wäre schon noch mal ein Highlight.“