Theodor Gebre Selassie im Zweikmapf mit Unions Cedric Teuchert. 
Imago/Oliver Behrendt

Glück im Unglück bei Union-Stürmer Cedric Teuchert. Den Angreifer der Köpenicker hat es offenbar doch nicht so schlimm erwischt, wie im ersten Moment zu befürchten war.

Teuchert hatte sich in der Nachspielzeit beim 3:1 der Eisernen gegen Bremen am vergangenen Sonnabend verletzt. Zu allem Überfluss auch noch ohne Feindeinwirkung. Petar Musa hatte ihm einen Rempler versetzt, als ihre Wege sich in den Schlusssekunden kreuzten. Beim Fallen verdrehte sich Teuchert offenbar das Kniegelenk. Er musste nach dem Schlusspfiff mit einer Trage vom Platz gebracht werden.

Zunächst verhinderte offenbar Flüssigkeit im Gelenk eine präzise Diagnose. Mittlerweise ist man in Köpenick ein bisschen schlauer. Zwar wollen die Eisernen, wie immer bei medizinischen Diagnosen, nichts Genaues bekannt geben, aber der Verdacht auf einen Kreuzbandriss hat sich offenbar nicht bestätigt. Stand jetzt scheint eine Operation – so denn keine Rückschläge auftreten – vermeidbar. 

Kommt Teuchert noch diese Saison zurück?

Aber natürlich ist Union sehr, sehr vorsichtig, was Kniegeschichten angeht. Erinnert sei hier an den Fall Anthony Ujah, bei dem im Sommer letzten Jahres ein Routineeingriff vorgenommen worden war, der ihn dann aber die ganze Spielzeit hindurch beeinträchtigt hatte und er deshalb ein zweites Mal unter das Messer musste.

Ein klarer medizinischer Befund, dass also eine strukturelle Verletzung erkennbar ist, ist immer noch nicht zu 100 Prozent abgeschlossen. Stand jetzt kommt Teuchert aber wohl um einen medizinischen Eingriff herum. Wenn es sensationell gut läuft, könnte er womöglich in dieser Spielzeit noch mal zum Einsatz kommen. Auch wenn da noch einige dicke Fragezeichen dazu existieren. Beides wäre viel Glück im Unglück.