Markus Hoffmann (r.) und sein Einflüsterer: In den letzten Tagen war Urs Fischer so etwas wie der Telefon-Joker von Unions Co-Trainer.
Markus Hoffmann (r.) und sein Einflüsterer: In den letzten Tagen war Urs Fischer so etwas wie der Telefon-Joker von Unions Co-Trainer. Imago/Matthias Koch

Es ist Deutschlands beliebteste Quiz-Show: Wenn Günter Jauch bei „Wer wird Millionär?“ auf den Fragestuhl bittet, schwitzen die Kandidaten Blut und Wasser, holen sich oft Hilfe von außen. Aus dem Publikum. Oder gar von selbst ausgewählten Experten zu Hause. Ein bisschen ergeht es jetzt auch dem 1. FC Union so vor seinem Europa-League-Gastspiel in Malmö an diesem Donnerstag (18.45 Uhr, RTL+). Der eiserne Co-Trainer Markus Hoffmann hat da seinen ganz speziellen Telefonjoker – seinen noch in Quarantäne weilenden Cheftrainer Urs Fischer.

„Der Austausch“ zwischen dem Chef und seinem Co, verriet der gebürtige Salzburger, „war wie jede Woche vor einem Spiel am Donnerstag.“ Nur dass der Austausch eben nicht per Smalltalk von Schreibtisch zu Schreibtisch im Büro lief, sondern eben über das Telefon.

Wobei Fischer die letzten Tage über übrigens genauso gebannt vor der Mattscheibe hing wie sonst das Fernsehpublikum. Denn der 56-Jährige hat sich in seiner Selbstisolation die Trainingseinheiten seiner Truppe immer per Video reingezogen, seitdem er am Sonntag positiv auf das verflixte Virus getestet wurde.

Hoffmann bräuchte auch noch den Fifty-Fifty-Joker für den 1. FC Union

Nur schade, dass Hoffmann jetzt nicht auch noch den Fifty-Fifty-Joker ziehen kann. Würde die Aufgabe erleichtern. Denn derzeit wissen die Köpenicker nicht so genau, was auf sie zukommt. „Bei Malmö sehe ich zwei Gesichter. Eins in der Meisterschaft, eins in Europa. Das System, das sie auf dem Platz bringen, ist unterschiedlich. Ob sie hoch stehen wie in der Meisterschaft oder tief wie in Europa. Ist etwas schwierig da zu wissen, was auf einen zukommt“, meinte der 50-Jährige, der ja jüngst wie Fischer bei Union verlängert hatte.

Einfacher ist da schon zu sagen, worum es geht. Endlich „auf die Tabelle“ zu kommen wie Hoffmann sich ausdrückte vor einer Partie mit „richtungweisendem Charakter“, die er aber nicht zum Endspiel um Europa überhöhen will. „Das ist ja kein Finale und kein K.-o.-Spiel. Es sind ja danach noch drei Spiele. Aber unterm Strich wollen wir das nicht schönreden. Wir müssen ja nur auf die Tabelle schauen, wir brauchen Punkte. Wir gehen da raus und wollen gewinnen, weil das die Tür öffnen würde“, so Hoffmann.

Der 1. FC Union will endlich auf die Tabelle kommen

Natürlich geht es vordergründig um Punkte und nicht um Kohle wie bei der Fernsehshow. Doch ein Sieg wäre immerhin 630.000 Euro an Prämien von der Uefa wert. Vor allem würden sich aber die Aussichten vergrößern, doch noch in die Playoffs zu kommen. Sei es in die zur Conference League oder sogar die um den Verbleib in der K.-o.-Runde der Europa League. Und dann winken die fetten Millionen-Einnahmen …

Übrigens: Den auch gern bei Jauch benutzen Publikumsjoker muss Hoffmann im Eleda-Stadion nicht bemühen, wenn er im Verlauf der Partie auf etwas reagieren will. Denn nach Lage der Dinge, wird sein Telefon-Joker Fischer doch persönlich vor Ort sein dürfen. Die Corona-Tests der letzten Tagen waren beim Schweizer schon alle negativ, Fischer ist zudem komplett symptomfrei. Wenn da nicht noch etwas Unerwartetes dazwischenkommt, kann Fischer live und in Farbe bei der eisernen Ausgabe von „Wer wird Unionär?“ in Malmö dabei sein. 

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