Dank der Tore von Steven Skrzybski führen die Kieler Störche ein sorgenfreies Leben im Bundesligaunterbau.
Dank der Tore von Steven Skrzybski führen die Kieler Störche ein sorgenfreies Leben im Bundesligaunterbau. Imago/Jan Huebner

Wenn sich in Deutschlands Eliteklasse schon 15 Ex-Eiserne tummeln, werfen wir doch mal einen Blick in den Bundesliga-Unterbau. Gefühlt hat jeder Zweitligist einen ehemaligen Kicker des 1. FC Union in seinem Kader. Manche dürfen vom Aufstieg träumen, andere dagegen müssen um den Klassenverbleib zittern.

Den besten Eindruck hinterließ dabei Steven Skrzybski. Nicht umsonst stufte ihn das Fachmagazin Kicker in seiner Berühmten Rangliste auf Platz eins nach der Hinrunde ein. Mit zehn Buden nimmt der Kieler Platz zwei in der Torjägerliste ein und sorgt für ein sorgenfreies Leben der Störche. Dank der sieben Treffer von Cedric Teuchert kann Hannover 96 sogar von mehr träumen. Der Aufstieg ist für die Niedersachsen als Fünfter nicht aus der Reichweite.

Gilt so auch für Andreas Luthe und Kaiserslautern. Unions einstige Nummer eins sorgte mit starken Paraden dafür, dass die Roten Teufel als Vierter in die Rückrunde gehen. Mit seinen Anteil daran hat auch Kenny Prince Redondo mit fünf Treffern und vier Vorlagen. Künftig verstärkt zudem Nicolai Rapp die Betzebuben, damit der Traum von der Bundesliga wahr wird.

1. FC Union: Aufstiegsheld Hartel steckt tief im Abstiegssumpf mit St. Pauli

Noch besser ergeht es eigentlich nur Lennard Maloney. Das einstige Eigengewächs der Eisernen – ein Zweitligapsiel 2018 gegen Fürth – hat sich beim Tabellendritten aus Heidenheim unverzichtbar gemacht, spielt in der Defensive nicht nur als Innenverteidiger, sondern manchmal auch auf der Sechs. 

Marcel Hartel, hier beim Test vor Weihnachten im Zweikampf mit Unions Morten Thorsby, ist bei St. Pauli eine feste Größe.
Marcel Hartel, hier beim Test vor Weihnachten im Zweikampf mit Unions Morten Thorsby, ist bei St. Pauli eine feste Größe. Imago/Matthias Koch

Das gleiche Etikett muss Marcel Hartel beim FC St. Pauli angeheftet werden. Aber die Kiezkicker, im Vorjahr lange auf Aufstiegskurs, stecken tief im Abstiegskampf. Ein Szenario, dass sich Bastian Oczipka so auch nicht ausgemalt hätte, als er in Bielefeld unterschrieben hatte. Da ist sein Stammplatz auch kein echter Trost.

Sebastian Griesbeck hat sich mit Fürth ein wenig Luft verschafft im Abstiegskampf. So er nicht verletzt war, kam der defensive Mittelfeldspieler bei den Franken meist in der Innenverteidigung zum Zug. Seinen Stammplatz har er eigentlich sicher. 

Ebenfalls in der gefährlichen Zone angesiedelt, wenn auch unter leicht besseren Vorzeichen, ist der zuletzt verletzte Florian Hübner beim 1. FC Nürnberg und das eiserne Duo in Braunschweig – Keita Endo und Anthony Ujah. Wobei der Japaner bei der Eintracht eher Mitläufer, Ujah mit schon fünf Treffern den Niedersachsen aber eine wertvolle Stütze im Ringen um den Klassenerhalt ist.

1. FC Union: van Drongelen bei Hansa mit durchwachsener Leihe 

Deutlich mehr versprochen hatte sich Rick van Drongelen in Rostock. Doch Licht und Schatten wechselten sich bei dem niederländischen Innenverteidiger ab, so dass der 23-Jährige auf die zweite Saisonhälfte hoffen muss.

Tatsächlich sind also zwölf Ex-Eiserne in der 2. Liga unterwegs. Könnte zusammen mit den 15 Bundesligaakteuren ein interessantes Team ergeben. Bei einem Trainer wie Urs Fischer wohlgemerkt.

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