War zuletzt häufiger im Einzeltraining: Sebastian Andersson. Foto: Imago Images/Herbert Bucco

Spielt er oder spielt er nicht? Diese Frage stellt man sich dieser Tage nicht nur beim 1. FC Köln, sondern auch beim 1. FC Union, wenn es um Sebastian Andersson geht. Der schwedische Nationalspieler, der im Sommer für die eiserne Rekordsumme von 6,5 Millionen Euro von der Wuhle an den Rhein gewechselt ist, wackelt mächtig für ein potenzielles Wiedersehen mit seinen alten Teamkameraden.

Kurios: Eigentlich wollten die Kölner die anhaltenden Knieprobleme des früheren Union-Sturmstars mit einer Mini-OP so beheben, dass der kein Spiel aussetzen muss. Doch der Plan ging nach hinten los, bis Donnerstag trainierte Andersson individuell und nicht mit der Mannschaft.

Zwar gab Kölns Trainer Markus Gisdol am Freitag minimal Entwarnung und gab an, gegen die Eisernen mit Andersson zu planen. Doch viel mehr als die gute Hoffnung bleibt dem Übungsleiter nicht. Vor dem Transferschluss verpassten die Domstädter eine Leihe von Bayerns Nachwuchsprofi Joshua Zirkzee, sodass Gisdol neben Andersson nur der ebenfalls verletzte Anthony Modeste sowie der 19 Jahre junge Tolu Arodokare bleiben, der allerdings in keiner Weise eine Option für die Startelf darstellt. Fehlt Andersson, müssen die Geißböcke massiv umplanen.

Die Eisernen jedoch auch. „Wir bereiten uns auf den Fall vor, dass Andersson spielt. Sollte es anders kommen, gilt es damit klarzukommen“, erklärte Unions Trainer Urs Fischer vor dem Spiel am Sonntag (18 Uhr). „Wir kennen den Kölner Kader und wissen, welche Spieler einen Ausfall von ihm gegebenenfalls abfangen können. Vielleicht lassen sie sich da aber auch etwas Spezielles einfallen. Da müssen wir dann eben eine Antwort finden.“

Der Schweizer offenbarte zudem, dass der Abgang Anderssons für die Weiterentwicklung des eisernen Spielstils mitverantwortlich war: „Wenn du einen Spieler mit Sebastians Qualität hast, nutzt du das entsprechend aus. Als er dann nicht mehr bei uns war, mussten wir nach neuen Lösungen suchen und kreativ werden. Vielleicht hat uns das auch geholfen, unsere Spielweise anzupassen. Das hat sicherlich mit seinem Abgang zu tun.“