Urs Fischer führt die Eisernen seit zwei Jahren mit ruhiger Hand und sehr viel Geschick.  Foto: Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa

Aus, aus, aus, die Saison ist aus! Union ist Weltmeister! Okay, nicht ganz. Aber gemessen daran, was man den Köpenickern vor der Saison zugetraut hatte, fühlt es sich ein klein bisschen so an. Entsprechend enthusiastisch wurde das Team von den außerhalb des Stadions versammelten Fans abgefeiert und lautstark dem Wunsch Ausdruck verliehen, die Mannschaft noch einmal zu sehen vor der Sommerpause.

Schön auch, dass die Eisernen im Spiel sich ihres Anhanges ebenbürtig erwiesen und nicht die Füße hochlegten. Es können also keine Vorwürfe von irgendwoher aus der Republik kommen. Hallo, schönen Gruß nach Köln oder Dortmund. Denkt mal drüber nach. Respekt meine Herren Eisernen dafür. Denn es ist wirklich nicht so ganz einfach, sich nochmal richtig zu motivieren, wenn ein großes Ziel geschafft worden ist. Das 0:4 in Hoffenheim in der Vorwoche spricht da Bände. Diesmal wollten die Jungs es sich selber beweisen. 

20 Zähler in der Hinrunde, in der Rückrunde wurde noch einer drauf gepackt. Bockstark. Punktgleich in der Tabelle mit Hertha, getrennt nur durch ganze sechs Tore vom Ortsrivalen. Ist schlussendlich nicht wichtig, erfreut aber doch das rot-weiße Herz.

Man möchte in Anlehnung an die große Sportreporterlegende Heinz-Florian Oertel ausrufen, Väter habt Mut, nennt eure Söhne Urs. Der hatte sich beim Olympiasieg des Marathonläufers Waldemar Cierpinski 1980 in Moskau zu dem Jubelruf hinreißen lassen, dass Papas ihre Sprösslinge mit dem Vornamen des 1,70 großen Läufers benennen sollte.

Urs würde auch in diese Stadt passen. Steht ja für die lateinische Kurzform von Ursus, der Bär. Und was trägt diese Stadt in ihrer Fahne? Eben!