Urs Fischer könnte am Freitag für die Eisernen wieder an der Seitenlinie stehen. Matthias Koch

Und auf einmal wird doch wieder auf die Tabelle geschaut. Auch wenn in Köpenick trotzig behauptet wird, das nicht zu tun. Denn Hertha hat Union wieder überflügelt. Und das spielt natürlich wenige Tage vorm Hauptstadtderby bei den Fans eine wichtige Rolle.

Es wird uns nicht beeindrucken, ob Hertha vor oder hinter uns liegt. Es geht um den Klassenerhalt“, erklärte zwar  Einmal-Chefcoach Markus Hoffmann nach dem achtbaren 0:2 des 1.FC Union gegen den Rekordmeister aus München. Doch wenn das in der Endabrechnung auch so sein sollte, heißt das ja auch, dass die Köpenicker den gefährlichen Plätzen ein Stückchen näher gekommen sind.

Ist Hoffmann, Stand jetzt, egal. Das war übrigens auch vor dem Hinspiel der Fall. Dass das jetzt wieder so ist – geschenkt. Hertha hat eben den teureren Kader. Da sollte das Normalität sein. Wichtiger wird dem Österreicher sein, ob das Team den beim Re-Start gezeigten Elan mit ins Olympiastadion retten kann.

Da käme es zupass, wenn Chefcoach Urs Fischer wieder mitmischen dürfte. Das wird nach Lage der Dinge ab heute der Fall sein. Der eidgenössische Fußballlehrer ist nach dem Tod seines Schwiegervaters seit Sonnabend zurück aus der Schweiz, hat er sich wie sein Team schon einem Corona-Test unterzogen. Man darf getrost davon ausgehen, dass am Montag, der für die Mannschaft frei war, der zweite Abstrich erfolgte. Womit Fischer ab Dienstag wieder auf dem Platz stehen dürfte, wenn der Test denn negativ ist.