Urs Fischer, Trainer des 1. FC Union, freut sich auf echte Übungsstunden mit dem Team der Eisernen.
Urs Fischer, Trainer des 1. FC Union, freut sich auf echte Übungsstunden mit dem Team der Eisernen. Imago/Jan Huebner

Kinder, wie die Zeit vergeht. War die 1:4-Niederlage in Freiburg gefühlt nicht erst gestern? Jetzt dauert es keine Woche mehr, ehe für die Profis des 1. FC Union das „dolce far niente“ vorbei ist. Schon kommenden Montag beginnt für die Köpenicker wieder der Ernst des Lebens, dann starten die Eisernen mit ihren Diagnostik- und Leistungstests in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte.

Die ist zwar noch ein bisschen entfernt, erst am 21. Januar geht es in der Liga gegen die TSG Hoffenheim wieder um Punkte. Aber die Zeit bis dahin will eben genutzt sein.

Wobei ab kommenden Montag drei Union-Kicker noch fehlen werden. Das Norweger-Duo Morten Thorsby und Julian Ryerson hat nach seinen Testländerspielen unmittelbar vor der WM noch eine Urlaubsverlängerung um eine Woche bekommen. Die Rückkehr von Frederik Rönnow hängt maßgeblich davon ab, wann die Dänen aus Katar ihre Heimreise antreten müssen. Könnte schon diesen Mittwoch der Fall sein, wenn „Danish Dynamite“ im finalen Gruppenspiel kein Sieg gegen Australien (16 Uhr) gelingt.

Beim Neustart fehlt dem 1. FC Union noch ein Trio

Der Ball rollt übrigens noch im alten Kalenderjahr für die Köpenicker. Zwei von drei für die Vorweihnachtszeit angedachten Testspielen sind bereits fix. Am 14. Dezember erwarten die Eisernen Zweitligist Hansa Rostock an der Alten Försterei (16 Uhr). Letztmals trafen die beiden Kontrahenten im Mai 2016 aufeinander, als der 1. FC Union zu einem Freundschaftsspiel an der Ostsee gastierte (3:1).

Steffen Baumgart (2. v. l.) als Co-Trainer von Hansa Rostock im April 2012
Steffen Baumgart (2. v. l.) als Co-Trainer von Hansa Rostock im April 2012 Imago/Contrast

Der letzte Punktekampf liegt noch länger zurück. 2012 besiegelten die Köpenicker Ende April mit einem 5:4 den Abstiegs der Mecklenburger in die Dritte Liga. Seinerzeit übrigens ein sehr emotionaler Moment für Kölns heutigen Cheftrainer Steffen Baumgart, der zu Beginn seiner Karriere als Coach eben Co-Trainer bei seinem Heimatverein Hansa gewesen war. Die Kogge war ja bis zu diesem Zeitpunkt so etwas wie das Flaggschiff des Ostens im wiedervereinigten Fußball-Deutschland gewesen.

Testspielgegner Nummer zwei ist auch ein alter Bekannter. Der Schweizer Tabellendritte FC St. Gallen gibt sich gegen Christopher Trimmel, Robin Knoche und Co. am Sonnabend (16. Dezember, 14.30 Uhr) erneut die Ehre. Im Oktober des Vorjahres gab es eine 1:3-Heimniederlage für die Eisernen. Seinerzeit traten die Köpenicker aber eher mit ihrer B-Garnitur an, die im Rahmen von fehlender Spielpraxis Minuten bekommen sollten. Diesmal wird der Kick unter ernsthafteren Vorbereitungszeichen stehen.

Fischer freut die Rückkehr des 1. FC Union auf den Trainingsplatz

Vor allem Trainer Urs Fischer freut sich, dass er endlich mal wieder in Ruhe mit dem ganzen Kader arbeiten kann und nicht mehr im Dauerstress zwischen einzelnen Spielen ist. „Wenn es wieder losgeht, ist das Gute, dass man wieder normal trainieren kann. Das hatten wir in den letzten sechs Wochen vor der WM-Pause nicht“, so der Eidgenosse. Seine Begründung darüber klingt einleuchtend. „Nur anhand von Videos zu lernen, ist dann auch nicht die Lösung. Solche Dinge auf dem Platz zu verinnerlichen, ist eine Notwendigkeit.“

Schließlich wollen die Eisernen im kommenden Jahr gerne Platz fünf in der Liga behaupten. (Okay, okay, erst mal die 40 Punkte voll machen und dann weitersehen ...)

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