Loris Karius. Foto: Imago/RHR-Foto

Ein dankbares Bundesliga-Startelfdebüt erlebte Loris Karius mit den Eisernen gegen Schalke. Über 90 Minuten wurde die Torwart-Leihgabe vom FC Liverpool nie richtig gefordert, musste lediglich in der Schlussphase einmal auf seinem Posten sein. Ansonsten dirigierte er seine Vorderleute routiniert und ruhig, aber auch weniger intensiv als Kollege Andreas Luthe.

„Loris musste, bis auf die letzte Aktion vor dem Schlusspfiff, keinen Ball halten. Bei allen anderen Szenen –  Flanken, Pässen, Anspielen – war er da“, bescheinigte ihm Trainer Urs Fischer ein ordentliches Debüt, das weitaus angenehmer war als das aufregende 2:3 im Pokalspiel gegen Zweitligist Paderborn, gegen den Karius dreimal hinter sich greifen musste, ohne selbst Schuld an den Gegentreffern und dem damit verbundenen Ausscheiden der Eisernen aus dem Pokal zu tragen.

Ob es eine einmalige Startelfchance für den 27-Jährigen bleibt, ließ Fischer offen. Auch, weil nicht klar ist, wann Unions nominelle Nummer eins Andreas Luthe ins Training zurückkehrt. „Die Situation wird zeigen, was mit Andi ist“, erklärte Fischer. Luthe hatte sich aus familiären Gründen bei den Köpenickern abgemeldet und schon im Laufe der Woche nicht mehr am Training der Eisernen teilgenommen. Zuletzt hatte Fischer bekräftigt, nichts an der bestehenden Torwarthierarchie ändern zu wollen.