Fans des 1.FC Union begrüßen vor dem Spiel vor dem Stadion An der Alten Försterei den Mannschaftsbus der Eisernen. Die gingen so angeuert dann richtig zur Sache gegen den FC Bayern. Foto: Matthias Koch

Das Derby in der großen Spielstädter im Westend war noch nicht mal wirklich abgepfiffen, da wurde dort die Jagd eröffnet. Noch vor Weihnachten wollte der Big-City-Club die Eisernen in der Tabelle überrundet haben.

Einen Spieltag weiter steht fest, trotz Glücksmantel in beige - seitdem Bruno Labbadia dieses edle Tuch im Stadion trägt, hat Hertha nicht mehr verloren - ist der Plan zu überholen, schwer auf den Prüfstand gekommen. Selbst das Einholen könnte angesichts der weiter fünf Punkte Rückstand ähnlich schwer werden, wie aus der Planwirtschaft eine florierende Ökonomie zu schmieden.

Auch wenn die blau-weißen ihren Teil für ihr Unterfangen beizusteuern versuchen, weigern sich die Eisernen beharrlich, den ihnen am anderen Ende der Stadt zugedachten Part eines Weihnachtsfests-Punktelieferanten zu übernehmen. 

Die Eisernen, dank nächtlicher Pyroshow im wahrsten Sinne des Wortes vor der Partie angefeuert, legten eine Performance hin, die sich gewaschen hat und die Aussicht auf weitere Zähler noch vor Weihnachten verheißt. Unions Trainer Fischer würdigte dann auch den Auftritt vor den Stadiontoren nach dem 1:1 gegen die Bayern: „Das nimmst du schon wahr. Das hat gut getan diese Unterstützung zu spüren. Ich glaube schon, dass diese Aktion geholfen hat, dass wir heute so ein Spiel abliefern konnten.“

Fischer war happy: „Ein wertvoller Punkt mehr auf dem Konto. Der bringt uns wieder näher an unsere Ziele“, so der Schweizer. Das ist nach wie vor der Klassenerhalt. Aber weiter vor Hertha rumzuturnen, wird in Köpenick auch nicht abgelehnt.