Dicht an dicht standen die Unionfans am Mittwoch beim Training der Eisernen.
Dicht an dicht standen die Unionfans am Mittwoch beim Training der Eisernen. Imago/Matthias Koch

Sie sind heiß auf Rot-Weiß! Riesenandrang in Köpenick beim einzigen öffentlichen Training des 1. FC Union in dieser Woche vor dem Pflichtspielstart am Montag in Chemnitz im Pokal (18 Uhr, Sky). Da wo sich sonst an normalen Trainingstagen maximal zehn Kiebitze verlieren, wollten zwischen 120 und 150 Fans der Eisernen ihren Lieblingen auf die Füße sehen!

Rekordkulisse schon beim Übungsbetrieb. In Köpenick fiebert man der neuen Spielzeit entgegen. Das letzte Mal, als noch mehr Zaungäste beim Training vorbeischauten, war zu grauen Oberligatagen, als der General zum zweiten Mal an der Wuhle aufschlug. Im Januar 2006 waren aber die Temperaturen wesentlich unfreundlicher beim Wiedereinstand von Georgi Wassilew.

Mit Szenenapplaus wurde Urs Fischer bedacht, als er vor seinen Kickern den Rasenplatz hinter dem Stadion An der Alten Försterei betrat. Aber auch die ihm nachfolgenden Union-Profis wurden mit reichlich Beifall versehen. Vorschusslorbeeren auf die kommende Spielzeit und Dank für eine fantastische Saison mit Platz fünf am Ende gleichermaßen.

Bis auf den angeschlagenen Tymoteusz Puchacz, der individuell im Stadionbereich übte, bekamen die in Vierer- und Fünferreihen sich am Rand drängelnden Fans all ihre Idole zu sehen. Manch Anhänger stieg sogar auf am Zaun angelehnte Fahrräder, um überhaupt einen Blick auf die Bundesligastars erhaschen zu können. Beispielsweise auch auf Neuzugang Morton Thorsby, der erstmals in Köpenick zu bewundern war.

Wenn dieser Andrang ein Maßstab für die kommenden Saison sein sollte, dann muss Präsident Dirk Zingler unbedingt die Ausbaupläne der Alten Försterei vorantreiben. Ende August oder Anfang September sollen ja die Pläne dafür öffentlich vorgestellt werden. Zeit wird’s. Denn Union platzt langsam nicht mehr nur an Spieltagen aus allen Nähten.

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