Torfreude bei Union-Stürmer Sheraldo Becker mit seinem typischen Spiderman-Jubel nach einem Treffer für die Eisernen
Torfreude bei Union-Stürmer Sheraldo Becker mit seinem typischen Spiderman-Jubel nach einem Treffer für die Eisernen Imago/Eibner-Pressefoto/Grant Hubbs

Das ist doch mal eine gute Nachricht für die Union-Fans. Sheraldo Becker, der neben Taiwo Awoniyi als Tafelsilber bei den Eisernen und daher immer wieder als Wechselkandidat gilt, will den 1. FC Union nicht verlassen. Das zumindest sagte der Nationalspieler des Suriname dem niederländischen Fußballportal voetbalprimeur.nl.

„Es gibt schöne Klubs in Deutschland und England, ich denke, dass mein Spielstil auch dort am besten ist. Die Vereine fragen manchmal an, aber im Moment ist nichts zu sehen. Ich bin glücklich bei der Union. Der Klub ist schön, die Stadt ist schön und ich komme mit allen gut aus. Auch das ist mir viel wert“, meinte der 27-Jährige, der von Transfermarkt.de derzeit auf 4 Millionen Euro Marktwert taxiert wird.

Becker mit 15 Scorerpunkten in 40 Einsätzen

Was sicherlich etwas zu niedrig ist nach dieser Spielzeit. Denn Becker absolvierte seine beste Saison seit seinem Wechsel nach Berlin vor drei Jahren. Wettbewerbsübergreifend 15 Scorerpunkte in 40 Spielen (sechs Tore, neun Vorlagen) sind für ihn notiert. Wenn Becker den Turbo anschmeißt, dann ist er nun mal schwer zu verteidigen.

Mannschaftsintern ist Becker im innerbetrieblichen Standing nach oben gerutscht. „Wenn du Wochenende für Wochenende solche Leistungen abrufst, bekommst du auch ein gewisses Standing und rutschst in der Hierarchie ein bisschen nach oben. Das ist doch selbstverständlich“, so Unions Trainer Urs Fischer.

Taiwo Awoniyi (l.) und Sheraldo Becker bei der Saisonabschlussparty der Eisernen. Das Sturmduo ist das Tafelsilber des 1. FC Union.
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Taiwo Awoniyi (l.) und Sheraldo Becker bei der Saisonabschlussparty der Eisernen. Das Sturmduo ist das Tafelsilber des 1. FC Union.

„Natürlich habe ich Ambitionen, aber dann muss auch alles passen. Ich bin glücklich bei Union. Ich habe noch ein Jahr hier und wer weiß, was danach passiert“, sagte der aus Amsterdam stammende Angreifer.

Becker will beim 1. FC Union bleiben

Natürlich ist damit nicht ausgeschlossen, dass im Sommer doch noch etwas passiert. „Ein Kader ist bis zum Ende der jeweiligen Transferperiode immer ein fragiles Gebilde“, betonte Unions Manager Oliver Ruhnert ja bei jeder passenden Gelegenheit.

Es kann also immer noch was passieren. Doch zumindest ist es erst einmal gut zu wissen, dass Becker derzeit einen Wechsel nicht forciert. Heißt übersetzt eben aber auch, dass noch kein Topklub angeklopft hat. Und Mittelmaß muss und will sich Becker nicht antun.

Becker dürfte dabei im Hinterkopf haben, dass sein Vertrag in Köpenick nur noch für ein Jahr gilt. Danach wäre er ablösefrei. Und könnte ein hübsches Handgeld kassieren. Ruhnert muss also dafür Sorge tragen, dass der Kontrakt ausgedehnt wird, wenn Union eine Transferentschädigung einstreichen will. Oder aber doch noch diesen Sommer eincashen.

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