Blendender Laune: Union-Trainer Urs Fischer nach dem beendeten Trainingslager. imago/Matthias Koch

Schluss! Aus! Vorbei! Das Trainingslager des 1. FC Union in Oberlängenfelde ist Geschichte. Am Mittwoch kehrten die Eisernen aus Tirol in die Hauptstadt zurück. Im Handgepäck jede Menge gute Laune angesichts ordentlicher Tests und wenig angeschlagener Kicker. Und einem gut gelaunten Chefcoach Urs Fischer, der das Trainingslager als „optimal“ bezeichnete und sich gut vorstellen kann kommenden Sommer wieder ins Oetztal zur Vorbereitung zurückzukommen. Urs Fischer über …

… die Neuzugänge: Sie haben toll mitgemacht und versucht, unsere Prinzipien mitzugehen und unsere Art und Weise zu lernen. Denn auch in diesem Jahr geht es ja wiederum darum, dass wir unser Gesicht wahren wollen, dass die Mannschaft sich wieder als Mannschaft präsentiert.

... den Umbruch: Oliver Ruhnert hat das toll gemacht. Es hilft bei so vielen Spielern, dass man sie frühzeitig zusammen hat. Da fällt es leichter zusammenzuwachsen. Ich gönne ihm seinen nächsten Urlaub von Herzen. Das ging schon an die Substanz.

… den Stand der Vorbereitung: Dass das eine oder andere noch nicht klappt, ist doch normal. Es fehlt noch einiges. Das bedeutet Arbeit und geht nicht von heute auf morgen. Aber alle Jungs ziehen toll mit und versuchen, unsere Prinzipien umzusetzen.

… die Saisonziele: Wir sind ein sehr junger Bundesligist. Wir befinden uns ja erst im dritten Jahr. Die letzte Spielzeit war außergewöhnlich. Wir wurden Siebenter. Wenn man jetzt die Liga hält, wäre das etwas Außerordentliches und nicht etwas, was Normalität ist. Es gilt, uns in der Liga zu etablieren. Man kann nicht davon ausgehen, dass man Fünfter oder Sechster wird. Dann hat man die Realität verloren. Das heißt aber nicht, dass wir nicht unsere Ambitionen hätten und uns bestmöglich verkaufen wollen.

… den Europapokal: Es ist jetzt nicht so, dass das Wort bei uns tabu ist. Wir werden ja auch alle die Auslosung am 2. August schauen, um zu sehen, was auf uns zukommt. Aber wir dürfen nicht das Wesentliche aus den Augen verlieren. Und das ist die nächste Aufgabe. Das ist Türkgücü im Pokal.

Urs Fischer beteiligt sich nicht an Spekulationen

… den TV-Antrag von Max Kruse: Ich hab es zwar nicht live gesehen, aber natürlich habe ich das mitbekommen. Ich werde das nicht beurteilen. Jeder macht das auf seine Weise. Ich bin da mehr old school, habe meine Schwiegereltern persönlich um Erlaubnis gebeten. Wichtig ist doch für Kruse nur, dass sie auch Ja gesagt hat.

… die Torwartsituation: Das ist nichts, mit dem ich mich groß beschäftige. Natürlich ist es auch eine Position, wo man sich Gedanken macht, aber beschäftigen? Wichtig ist, dass Freddy angekommen ist bei uns. Seine Saison war sehr lange und die Pause kurz. Auch das gilt es zu berücksichtigen. Wichtig ist nur, dass er da ist, bevor es begonnen hat. Das hilft ihm ja auch.

… die Gefahr eines Abganges von Robert Andrich und Marvin Friedrich: „Dass sich der eine oder andere empfohlen hat, ist doch schön. Die Transferiode geht aber noch bis zum 31. August. Manche sagen, dass der Markt erst noch richtig losgeht. Damit beschäftige ich mich nicht. Ich beschäftige mich nur mit dem Jetzt. Und die beiden zeigen sich da im Training unverändert und davon nicht beeinflusst. Die ziehen toll mit.

... den Lockruf der Schweizer Nationalmannschaft: Ich werde dazu nichts sagen und mich an Spekulationen beteiligen. Außerdem habe ich gelesen, dass ich schon abgesagt haben soll, also muss ich dazu nichts mehr sagen. Für mich ist das kein Thema. Ich bin hier in der Vorbereitung und zehn Tage vor dem Start gegen Türkgücü.

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