Im Vorjahr noch Gegner, jetzt vereint in einem Team: Unions Kapitän Christopher Trimmel und Ex-Armine Andreas Voglsammer. imago/Nordphoto

Urs Fischer nahm unwissend ein Anleihe bei einem geflügelten Begriff der eisernen Geschichte. Der Kick in der Alten Försterei gegen Arminia Bielefeld (Sonnabend, 15.30 Uhr) werde ein ganz „enge Angelegenheit“.

Ein enge Kiste eben. Aber nicht so wie im Jahr 2002 in Köln von den Union-Fans mit viel Selbstironie besungen angesichts eines 0:7. Auch nicht so wie in der Vorsaison beim 5:0 gegen die Ostwestfalen. Nein, der Schweizer meinte eng im wahrsten Sinne des Wortes.

Dazu genüge ein Blick auf die bisherigen Spiele des DSC in dieser Spielzeit. Zweimal schon stand die Null. Vier Unentschieden, nur eine Niederlage gegen Mönchengladbach mit 1:3. „Aber aus meiner Sicht haben sie da auch gut gespielt“, so der Schweizer Übungsleiter, der die Qualitäten des Vorjahrsaufsteigers mit Vokabeln beschreibt, die teils wie eine Blaupause der ersten beiden Bundesligajahre der Eisernen wirken.

„Sie sind sehr kompakt, sehr griffig, versuchen immer wieder hoch anzulaufen und Bälle zu klauen. Mit langen Bällen über Zielspieler Klos sind sie immer unterwegs und dabei sehr präsent auf den zweiten Ball. Das wird ein ganz, ganz enges Spiel. Da brauchst du eine gewisse Geduld, die werden uns es schwer machen“, ist der 55-Jährige sicher.

Fischer holt sich Tipps bei Voglsammer

Eine enge Kiste kann es übrigens auch für Robin Knoche werden. Der Innenverteidiger war im Training umgeknickt und musste zum Arzt. Offenbar hat er sich dabei nichts gerissen im Bandapparat oder den Knöchel sonst wie schwer beschädigt. Was schon mal gut ist. Aber ob der 29-Jährige am Sonnabend spielen kann, wird sich womöglich erst am Spieltag entscheiden.

Gut, dass die Eisernen in Ex-Armine Andreas Voglsammer wenigstens einen ausgewiesen Bielefeld-Fachmann in seinen Reihen hat. „Ich habe mich mit ihm unterhalten. Er hat den ein oder anderen Tipp gegeben“, plauderte Fischer aus dem Nähkästchen.

Eng hin oder her, der Anspruch der Köpenicker ist, diese Partie für sich zu entscheiden. Fischer: „Wir haben ein Heimspiel. Wir gehen mit der Einstellung in das Spiel, dass wir es gewinnen wollen.“

Dazu braucht es, anders als zuletzt, Präzision, Geschick und Präsenz von der ersten Minute an. Fischer wird deutlich: „Wir müssen von Beginn an diesen Mut an den Tag legen und nicht erst, wenn es vielleicht aussichtslos ist. Egal gegen wen du spielst!“

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