Grischa Prömel hält schon mal Ausschau nach den Großen der Branche. Dabei muss Union derzeit nicht mal das Fernglas dafür benutzen .... Foto: AFP/Ralph Orlowski

Der Mann des Tages hatte einen besonderen Wunsch. „Ich hoffe“, sagte Grischa Prömel, „der Trainer gibt uns einen Tag frei.“ Wer Unions Coach Urs Fischer kennt, der weiß, das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben. 

Ein anderer erfüllte sich für den 26-Jährigen, der erstmals seit dem 23. Januar mal wieder in der Startelf stand, dagegen bereits. Der nach einem Dreier. „Das war wichtig für die Stimmung“, verriet der Mittelfeldspieler. Nicht, dass man in Köpenick Trübsal geblasen hätte nach der vorangegangenen Durststrecke von fünf sieglosen Spielen in Folge. Aber es nervte die Protagonisten dann eben doch, dass sie sich zuletzt stets mühten, aber nicht belohnten.

Auf geht's zur Bonusrunde

Nur fürs Protokoll: 15 Zähler Vorsprung auf Rang 16, dazu ein Plus von 30 Toren! Abstiegsangst ist nicht mehr. Und auch spannungsarmes Mittelmaß ist abgewendet. Auch wenn dagegen keiner in Köpenick etwas einzuwenden hätte von Haus aus. 

Dank Prömel geht auf einmal sogar wieder mehr. Der zitterte nach seinem glückseligmachenden Kopfball mehr darum, dass der Ball nicht von Florian Müller noch mit dem Bein abgewehrt worden wäre, egal wie geschickt er die Kugel gegen die Laufrichtung des  Freiburger Keepers geköpft hatte. 

Mit Gelassenheit geht es nun ins finale Drittel der Saison. Und guter Stimmung. Die Eisernen können sich nun das Motto zu eigen machen, das sonst die Bayernjäger immer ausgeben: Wenn die Konkrrenz  patzt, muss man da sein. Gladbach patzte. Freiburg wurde überholt. Und Dortmund und Leverkusen sind auf einmal in Sicht. Union als Spielverderber für die Großen der Branche? Hätte doch was. Also auf geht's zur Bonusrunde.