Torjubel bei den Eisernen. Levin Öztunali (l.) beglückwünscht Andreas Voglsammer zu seinem Treffer gegen Dynamo Kiew.  imago/Matthias Koch

Ob er beim abendlichen teaminternen Singen nach dem Test gegen Nizza als Neuzugang auch so wenig Probleme haben wird wie zuletzt auf dem Platz? Unions Angreifer Andreas Voglsammer zeigte in der Vorbereitung bislang, dass er ein feines Näschen hat. Schon vier Treffer gelangen dem Neuzugang von Arminia Bielefeld. Also fast die Hälfte der bislang neun Buden bei den Testspielen gegen Viktoria ’89 (5:2), Dynamo Dresden (3:0) und jetzt Dynamo Kiew (1:1).

„Im Training macht er die nicht. Da hat er mit mir ja auch einen anderen Gegenspieler“, scherzte Abwehrmann Timo Baumgartl über den Kraftsportfreund Voglsammer, um dann etwas ernster zu werden. „Er macht das gut, er ist wichtig da vorne. Hält auch gut die Bälle. Ist gut um Taiwo (Awoniyi/die Red.) herumgestanden. Ich glaube, dass es passt. Und wenn er dann auch beim Abschluss noch trifft, umso besser. Ich glaube, für einen Stürmer ist es immer wichtig, früh zu treffen. Auch in der Vorbereitung“, meinte der 25-Jährige. 

Baumgartl verzichtet auf Helene

Der aus Böblingen stammende Baumgartl fürchtet sich auch nicht groß vor den obligatorischen Gesangseinlagen. „Ich kenne das von der U21 und aus Eindhoven. Ich habe auch schon mal vor über 250 Leuten gesungen. Da waren halt noch andere Leute im Restaurant. Aber die hätten mich wohl bezahlt, um aufzuhören. Singen ist nicht so meine Stärke“, meinte der Blondschopf schmunzelnd.

Lag vielleicht auch an seiner Musikauswahl. Zu „Atemlos durch die Nacht“ möchte man auch eher die Stimme von Helene Fischer hören als die der Leihgabe vom PSV Eindhoven. Folglich hat sich Baumgartl diesmal etwas anderes vorgenommen. „Es wird ein typisches Lied von den Wasen“, verriet der Innenverteidiger. Die Cannstatter Wasen sind das schwäbische Pendant zum Münchner Oktoberfest. Nur nicht ganz so weltberühmt. 

Mal sehen, ob sein Plan aufgeht. Die eisernen Pläne mit Voglsammer hingegen scheinen aufzugehen. Muss einem als Trainer da nicht das Herz aufgehen, wenn die Grundsatzidee so zu funktionieren scheint? „Das ist so. Das kann ich nur bestätigen“, meinte Trainer Urs Fischer. Muss jetzt nur noch in der Liga genauso klappen. 

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