Erzielte am Donnerstag gegen haifa Stürmertor Nr. 7 im Monat Septemebr für die Eisernen: Unions Sturm-Ass Taiwo Awoniyi. 

Der Herbst ist da. Und er präsentiert sich von seiner sonnigen Seite. Nichts da mit irgendwelchen Sturmtiefs. In Köpenick hätten die derzeit sowieso keine Chancen. Denn beim 1. FC Union herrscht ein absolutes Hoch im Sturm. Und daran soll sich auch im Oktober und vor allem beim Gastspiel in Mainz (Sonntag, 15.30 Uhr), wo die Eisernen auf ihr 100. Ligator der Geschichte hoffen, nichts ändern. 

Die Abteilung Attacke hat Hochkonjunktur bei den Eisernen. Alle sieben Union-Treffer im September wurden von Stürmern erzielt. Von den wettbewerbsübergreifend insgesamt 17 Pflichtspiel-Toren der Spielzeit gingen 15 auf das Konto der Angreifer. Nur Linksverteidiger Niko Gießelmann, der ja aber bei einer Abwehrdreierkette als hochgeschobener Verteidiger sehr offensiv agieren kann, war zudem noch zweimal erfolgreich.

Bei dieser Ausbeute fällt auch kaum ins Gewicht, dass kleines, dickes Max Kruse als Top-Torschütze der Vorsaison bislang als vierter Offensivmann neben Taiwo Awoniyi (7 Tore), Kevin Behrens (3) und Andreas Voglsammer (3) nur zweimal vollenden konnte.

„Ein bisschen habe ich die Qual der Wahl“, gibt Trainer Urs Fischer dann auch zu. Vor der steht er nun auch bei den Rheinhessen. Was tun? Die Zahl der möglichen Offensivkräfte ist ja auch ein bisschen abhängig von der Systemfrage. Gegen Haifa agierten die Köpenicker erstmals mit drei Spitzen!  Zudem drängen die unter der Woche mehr oder weniger pausierenden Kruse und Awoniyi zurück in die Startelf.

Möhwald bereit für Tor Nr. 100

„An und für sich ist es ja etwas sehr Erfreuliches für einen Trainer: Alle Jungs sind gut drauf, erzielen Tore, da muss man auch mal einen enttäuschen. Das ist ein bisschen hart für die Spieler, aber für den Trainer eine Freude, wenn er sich die Jungs aussuchen kann“, zeigte sich Fischer von der Problematik ebenso unbeeindruckt wie von einer Präferenz was den 100. Torschützen der Köpenicker Bundesliga-Geschichte angeht. 

Ein „Standardtor“ würde dem Schweizer Übungsleiter gut gefallen. Ein Eigentor der Hausherren nähme er natürlich auch, wenn dadurch ein Dreier bei den Nullfünfern rausspringt. Ein Kick, bei dem es seiner Meinung nach übrigens darauf ankommt, hohe Effizienz vor des Gegners Kasten zu beweisen, weil Mainz nur wenige Chancen zulässt.

Eine Bude durch einen anderen Mannschaftsteil als den Angriff würde Fischer aber nicht stören. Ein Kandidat für Tor. Nr. 100 hat sich ja schon selbst in Stellung gebracht - Kevin Möhwald!  „Ich mach's“, hatte der Mittfeldspieler nach dem 3:0 gegen Haifa angekündigt. 

Ob er dazu überhaupt eine Gelegenheit bekommt am Sonntag? Dazu müsste er spielen. Also nachgefragt. Kenner des eisernen Chefcoachs können jetzt an dieser Stelle schon mal die Bingo-Tafeln mit Zitaten des 55-Jährigen rausholen und ihr Kreuz an der entsprechenden Stelle machen. Denn dessen Antwort, wie immer mit einem breiten Lachen vorgetragen, kann inzwischen auswendig mitgesprochen werden: „Das wäre eine Möglichkeit.“

>>> Lesen Sie mehr über die Eisernen