Machen sich derzeit Gedanken über ihre sportliche Zukunft: Unions Sommerzugänge Tymoteusz Puchacz (l.) und Pawel Wszolek.  imago/Matthias Koch

Still ruht der See. Zumindest was die Bemühungen der Eisernen angeht, den Kader noch ein wenig zu entschlacken. Bis zum Wochenende scheint in Köpenick alles ruhig zu bleiben. Doch das heißt nicht, dass sich hinter den Kulissen nichts tut. Gerade im Fall der beiden polnischen Sommerzugänge Pawel Wszolek und Tymoteusz Puchacz wird nach einer Lösung gefahndet.  

Wszolek, derzeit in seiner Heimat in Quarantäne, wird immer wieder mit seinem Ex-Klub Legia Warschau in Verbindung gebracht. Der Hauptstadtklub, immerhin amtierender Meister, dümpelt als Vorletzter in der Ekstraklasa herum, kämpft verzweifelt gegen den Abstieg.

Der polnische Rechtsaußen, der in der Hinrunde bei den Eisernen nur im Pokal im Zweitrundenauftritt in Mannheim (3:1 n. V.) zum Zuge kam und für die Conference League nicht einmal gemeldet gewesen war, ist hochgradig unzufrieden. Eine Rückkehr nach Warschau, selbst wenn sie nur bis zum Sommer befristet wäre, würde zumindest die Gehaltsrolle bei den Köpenickern entlasten. 

Ruhnert zollt Puchacz ein Lob

Mit einer Leihe in Verbindung gebracht wird auch sein Landsmann Puchacz. Der türkische Spitzenreiter Trabzonspor soll nach Medienberichten einen zweiten Versuch unternehmen, dem Flügelverteidiger einen Wechsel schmackhaft zu machen. Eine erste Offerte über rund 350.000 Euro mit einer dazugehörigen Kaufoption von rund 2 Millionen Euro stieß bei Union aus zweierlei Gründen nicht auf Wohlgefallen. 

Zum einen würde man insgesamt weniger Kohle kassieren, als man im Sommer an Lech Posen überwies. Zum anderen ist man nach wie vor davon überzeugt, dass der 22-Jährige ein großes Potenzial hat, das man nicht leichtfertig aufgeben will. Spielpraxis würde ihm sicherlich helfen. Doch derzeit hat Nico Gießelmann die Nase vorn und auch Bastian Oczipka war ja zuletzt eine Option. 

„Er hatte in der Conference League viel Positives, aber auch Fehler drin“, so die Einschätzung von Manager Oliver Ruhnert im Kicker, der grundsätzlich die Einstellung des aus Westpolen stammenden Blondschopfes lobt. „Er ist lernwillig und haut sich voll rein. Wie schnell er bei uns im Stamm spielt, muss man abwarten, aber es wird passieren“, so Ruhnert weiter.

Trabzonspors zweiter Versuch bei Puchacz

Von daher wird Union den polnischen Nationalspieler nicht so einfach von Bord gehen lassen, auch wenn der sich laut Quellen vom Bosporus mit dem Spitzenreiter der SüperLig bereits handelseinig sein soll. Etwas mehr an Leihgebühr dürfte es dann aber schon sein. Und am besten auch ohne Kaufoption. Oder zumindest mit einer deutlich höheren Ablöse. 

Man darf gespannt sein. Der Ball rollt in der Türkei auch an diesem Wochenende wieder. Der sechsfache türkische Champion will dabei unbedingt seine Spitzenposition halten - sieben Zähler vor Verfolger Konya - und den ersten Meistertitel seit 1984 einfahren. 

Kleines Update: In einer Instagramstory postete Puchacz am Freitag ein Bild von sich vor einem  Flughafengate. Zudem folgte er neuerdings über das soziale Netzwerk dem türkischen Spitzenreiter. Das Sportportal SuperHaber.TV meldete via Twitter, dass er am Sonnabend einen Vertrag unterschreiben werde. 

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