Freut sich über Qualitätszuwachs bei den Eisernen - wie hier beispielsweise Max Kruse (M.): Unions Grischa Prömel (l.).  Foto: Andreas Gora/dpa

Nun auch noch der gebürtige Biberacher Loris Karius. Was Grischa Prömel zu einem leichten Grinsen verleitete. „Elf Schwaben muss schon irgendwo das Ziel sein“, verkündete er mit einem Lachen und ergänzte: „Ist doch cool. Loris kommt aus dem Ort an dem mein kleiner Bruder jetzt studiert. Da kann man immer so a bisserl schwätze.“

Die ohnehin bislang nicht ganz kleine Fraktion aus dem Ländle ist bei den Eisernen mit dem neuen Torsteher schon zu einem veritablen Quintett angewachsen. Neben Prömel und Karius stammen ja auch Nico Schlotterbeck, Sebastian Griesbeck und Christian Gentner aus dem Württembergischen. Aber elf Schwaben? 

Bis dahin  ist es noch ein weiter Weg. Wie natürlich zum Klassenerhalt. Auch wenn Union da mit vier Punkten einen „ordentlichen Start“ hingelegt hat, wie Prömel zugab. Für ihn persönlich sind die vier Zähler übrigens noch wertvoller als im Vorjahr, als die Eisernen nach drei Kicks ebenfalls vier Punkte auf der Habenseite verbucht hatten. "Diesmal spiele ich ja mit. Im Vorjahr war ich am dritten Spieltag schon verletzt",  blickt er mit einem Lächeln auf die lang andauernde Patellasehne-Geschichte zurück, die aber inzwischen Schnee von gestern ist und keinerlei Nachwirkungen mehr hat. „Bis auf die Übungen vielleicht, die ich immer machen muss. Aber ansonsten bin ich bei 100 Prozent“, meinte der 26-Jährige. 

Bundesliga war Neuland

Doch natürlich ist es weit mehr als das. In der Vorsaison war da die Ungewissheit ständiger Wegbegleiter, ob es für einen Aufsteiger wirklich reicht im Fußball-Oberhaus. Dieses Gefühl ist jetzt Vergangenheit. Das Selbstvertrauen gewachsen. „Im ersten Jahr muss man sich erst einmal an die Bundesliga gewöhnen. Für viele war das Neuland, da muss man sich einfach anpassen. Und wenn man sich da wohlfühlt, dann entwickelt man sich auch weiter. Man merkt, okay, man ist jetzt auf dem Niveau, man kann da mitspielen und so traut man sich auch mehr zu“, so sein Resümee. 

Die Auftaktspiele bestätigen das nur. Ein Punkt in Gladbach geholt bei einem Champions-League-Teilnehmer. dazu das in allen Belangen überzeugende 4:0 gegen Mainz. Und schlussendlich das Wissen, dass der Kader deutlich verbessert worden ist. „Wir haben schon deutlich Qualität dazu bekommen. Und wie man jetzt am Wochenende gesehen hat, haben wir uns spielerisch deutlich weiterentwickelt“, so Prömel. Sollte helfen zum Ziel Klassenerhalt. Dafür würde Prömel dann auch auf sechs weitere Schwaben im Team verzichten.