Das Olympiastadion geschmückt mit rot-weißen Bannern. imago/Matthias Koch

Es sollte das Schlüsselspiel werden. Für Ruhm und Ehre. Für den Marsch nach Europa. Nach dem 4:0 im Hinspiel wird es jetzt nur ein Schüsselspiel. Selbst wenn der 1. FC Union derzeit Mühe hat, die erlaubten 25.000 Tickets an den Mann zu bringen. So werden am Donnerstag noch Karten in den Union-Zeughäusern – also nur Online – für das Rückspiel zur Conference League gegen den finnischen Pokalsieger Kuopion PS (20.15 Uhr, RTL Nitro) verkauft.

Es ist für die Eisernen dennoch ein Millionenspiel! Der neu geschaffene kontinentale Wettbewerb lässt in Köpenick die Kassen klingeln. 2,94 Millionen Euro gibt es als Startgeld für die Gruppenphase. Für einen Sieg kämen 500.000 Euro obendrauf. Jedes Remis wird mit 166.000 Euro honoriert. Und sollte es nach der Vorrunde auf der „Road to Tirana“ weiter gehen, dann kämen als Gruppenzweiter 325.000 Euro oben drauf. Ein möglicher Gruppensieg würde gar mit 650.000 Euro zu Buche schlagen. Alles keine Peanuts für die Eisernen. Vor allem in Zeiten von durch Corona bedingten Mindereinnahmen. 

Der künftige Champion, der in Tirana den neuen, 57,5 Zentimeter hohen und elf Kilogramm schweren Pokal in den Händen halten wird, bekommt dann am Ende für seinen Triumph übrigens akkumulierte 8,9 Millionen Euro oben drauf!

Der Sieger des Finales in Tirana kassiert 8,9 Millionen

Wenn ein Klub also alle Spiele des Wettbewerbs gewinnen sollte von Spieltag eins an, dann wären das satte 15,45 Millionen Euro allein nur an den Preisgeldern. Dazu kommt als Belohnung dann noch der Aufstieg in die Europa League in der kommenden Saison als Dreingabe.

Alles kein Vergleich zur Königsklasse. Aber hinter der Europa League muss man sich kaum verstecken. Dort gibt es 3,63 Millionen Startgeld und 210.000 Euro pro Punkt.

Offen ist natürlich noch, wer der künftige Gegner sein wird in der Gruppenphase. Stand jetzt ist Union in Topf drei gesetzt. Basel, Tottenham oder AS Rom wären alle als Kontrahenten möglich.