Da war die Welt noch in Ordnung: Max Kruse bekommt Anweisungen von Jogi-Vize Hansi Flick.  imago/ActionPictures

Er war in Tokio mit der bundesdeutschen Olympia-Auswahl. In Erinnerung geblieben ist vor allem der Antrag an seine Freundin Dilara, weniger sein sportlicher Einsatz. Und ob er noch mal wirklich das Trikot der „Mannschaft“ überstreifen wird, mag trotz seiner sportlichen Klasse getrost bezweifelt werden. Auch seinem Alter geschuldet. Für einen Neuaufbruch würde Max Kruse, immerhin schon 33 Lenze alt, nun wirklich nicht stehen. Unions Stürmer ist da Realist, rechnet auch unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick nicht mit einem Comeback in der Nationalmannschaft.

„Ich bin mir zu 99 Prozent sicher, dass ich keine Einladung mehr erhalte“, sagte der 33-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Hansi Flick gehörte ja schon zum Trainerstab unter Jogi Löw, von daher ist seine Meinung wahrscheinlich genauso festgefahren wie damals bei Löw.“

Kruse knabberte am WM-Aus 2014

Er habe sich mittlerweile damit „abgefunden“, führte Kruse aus: „Wenn meine Qualitäten noch gefragt wären, wäre ich gerne noch dabei, aber ich rechne jetzt nicht damit.“ Unter Löw absolvierte der extrovertierte Angreifer von 2013 bis 2015 insgesamt 14 Länderspiele, bei der WM in Brasilien hatte er allerdings im Kader gefehlt. 2016 wurde er endgültig von Löw gestrichen. 

„Nicht bei der WM mit dabei zu sein, tat schon weh. Auch, weil ich dann ja Weltmeister geworden wäre. Das hat mich einige Tage beschäftigt. Aber das liegt nun schon so lange zurück, für mich ist das abgeschlossen“, sagte Kruse.

„Zumindest Unions Trainer Urs Fischer wird das begrüßen. Eine mögliche Mehrfachbelastung seines Angreifers wäre ja auch für den Schweizer Übungsleiter der Köpenicker dann ein Thema. Wenn Kruse jetzt noch auf Länderspieltouren gehen würde, hätte das auch Auswirkungen auf seine Spiele bei den Eisernen.

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