Brust raus, klaren Kopf behalten! Marcus Ingvartsen hält nichts davon, jetzt den Kampf um die Europacup-Plätze auszurufen.  Foto: Matthias Koch

Die Diskussion ist da. Ob man sie will oder nicht. Union und Europa – was geht? Marcus Ingvartsen weiß das. Aber es lässt ihn kalt. „Wir kommen gerade aus einer Serie von fünf Spielen ohne Sieg. Das müssen wir erst einmal richtig hinter uns lassen“, plädiert der Däne für Geduld. 

Natürlich kann der 25-Jährige, der in Berlin vor allem das Multikulturelle schätzt, auch wenn er wegen Corona davon viel zu wenig mitbekommen hat, auch die Tabelle lesen. Und da weiß er, dass Union als Siebter auf einem Rang liegt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den Playoff-Spielen für die European Conference League  berechtigt. Doch das zum Ziel ausrufen? Davon hält Unions Vorlagenkönig wenig. „Wird sind verdammt gut damit gefahren, uns nicht auf das zu fokussieren, was am Ende rauskommt, sondern immer nur den nächsten Schritt gehen zu wollen.“

Natürlich darf man hoffen.

Marcus Ingvartsen

Dieses von Spiel zu Spiel denken, habe Union stark gemacht, ihnen die vielsprechenden 33 Punkte beschert. „Das Ganze ist ein Thema, das mehr von außen an uns herangetragen wird. In der Kabine sprechen wir nicht darüber“, verriet Ingvartsen.

Er glaubt, dass das der richtige Weg ist, um womöglich einen Coup zu landen. „Natürlich kann man hoffen. Aber nur wenn wir den Fokus immer auf das Kommende legen, wenn wir nicht nachlassen, dann können wir was erreichen.“

Vom darüber Reden sei noch nie etwas geschafft worden. Und eins vermittelt er glaubhaft: Der Ehrgeiz bei Union ist ungebrochen. Austrudeln werden sie die Saison bestimmt nicht. Auch wenn der Klassenerhalt geschafft ist.