Unions Leihgabe aus Liverpool, Loris Karius, wird mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht. AFP/Pool/Cathrin Mueller

Zwei Spiele noch, mit Leverkusen geht es los. Am Sonnabend im einstigen Haberland-Stadion (15.30 Uhr). Dann heißt es Abschiednehmen von zahlreichen Weggefährten der sich zu Ende neigenden Spielzeit. Das Torwartkarussell der Liga dreht sich. Und der 1.FC Union ist mittenmang in Form von Loris Karius. 

Die Leihgabe des FC Liverpool wird die Köpenicker nach Lage der Dinge zum Saisonende verlassen. Zu teuer für eine Nummer 2, ein Gehalt wie auf der Insel können die Eisernen sich nicht leisten. Und da ist noch nicht einmal die Frage der Ablösesumme geklärt. Selbst wenn Karius laut transfermarkt.de nur noch auf einen Marktwert von zwei Millionen Euro taxiert wird. Für so billig werden die Merseysider den 27-Jährigen eher nicht ziehen lassen. 

Karius könnte Kobel ersetzen

Und doch könnte es in der nächsten Saison ein Wiedersehen mit Karius geben, der für die Köpenicker in Liga und Pokal fünfmal zum Zug kam und dabei dreimal seinen Kasten sauber hielt. Denn in Stuttgart wird händeringend nach einer neuen Nummer 1 gefahndet, weil Gregor Kobel (23) die Schwaben verlassen wird. Dortmund oder die Insel werden da als Ziel genannt. Fix ist aber noch nichts.

Der VfB muss handeln. Und der in Biberach geborene Karius gilt als heißer Kandidat für einen Rückruf ins Ländle. Dort käme er als Nummer eins zum Zug. Bei einem Verbleib in Berlin würde Andreas Luthe mit Vorteilen an den Start gehen, selbst wenn Trainer Urs Fischer zu Saisonbeginn einen neuen Zweikampf ausloben sollte. 

Union braucht Ersatz für Karius

Die Ablöse für Karius wäre für Stuttgart locker zu stemmen. Der Kobel-Transfer würde ihnen zwischen 15 bis 20 Millionen Euro in die Kasse spülen. Die Alternative beim VfB heißt Florian Müller, spielt in Freiburg und muss im Sommer zum FSV Mainz zurück, ohne aber bei den Rheinhessen wirklich auf dem Zettel zu stehen.

Ähnliches gilt übrigens für Lennart Moser, dessen Leihe zu Austria Klagenfurt unglücklich verlief. Eine Sehnenverletzung hinderte ihn daran, mehr als zwei Spiele für den österreichischen Zweitligisten zu absolvieren. Nun kehrt er erst einmal im Sommer in die Hauptstadt zurück. Als etatmäßige Nummer zwei wird er bei den Eisernen nicht eingeplant. Union muss also auch nach einem Keeper fahnden. Einem, der Luthe mindestens das Wasser reichen kann.