Freut sich über die ersten Tage mit Ralf Rangnick bei der österreichischen Nationalelf: Unions Kapitän Christopher Trimmel. imago/GEPA Pictures

Neue Besen kehren gut. Vor allem aber kehren sie. Insofern war die Inthronisierung von Ralf Rangnick als Teamchef von Österreich für Unions Kapitän Christopher Trimmel mit einer gewissen Portion Ungewissheit verbunden. Denn natürlich stellte sich auch beim 35-Jährigen die Frage, ob er bei Team Austria dem Kehraus zum Opfer fallen würde.

Wenige Tage vor dem Beginn der dritten Auflage der Nations League ist die Ungewissheit beim Spielführer der Eisernen gewichen. Anders als bei dem ein Jahr älteren Andreas Ulmer (RB Salzburg) fiel Trimmel nicht beim Ex-Coach von Manchester United durch den Rost. „Es ist eine Riesenfreude, dass ich dabei bin und mich hier beweisen kann“, so Trimmel gegenüber dem Kicker.

Unions Trimmel will unbedingt weiter Nationalspieler bleiben

Als Spätberufener – oder man muss sagen, spät Wiederberufener – hatte Trimbo ein Ende bei der Nationalmannschaftskarriere nicht ins Auge gefasst. „Dazu macht das zu viel Spaß dort“, hatte der 35-Jährige nach dem Saisonende bei den Eisernen schon erklärt. Er will weiter im großen Fußball mitmischen.

Mit Vorfreude war Trimmel daher am 29. Mai nach Bad Tatzmannsdorf gereist. Für den gebürtigen Burgenländer quasi ein Heimspiel. „Schon im Vorfeld habe ich nur Positives gehört. Jeder kennt sein Standing, nicht nur in Deutschland, mittlerweile in der ganzen Welt. Er ist ein sehr guter Trainer, sehr strukturiert. Die Herausforderung ist jetzt, den ganzen Input in so kurzer Zeit in die Mannschaft zu bringen“, so Trimmel über Rangnick.

Unions Trimmel sieht Ähnlichkeiten bei Ralf Rangnick und Urs Fischer

Die ersten Eindrücke bestätigten sich offenbar. Und zu Trimmels großem Glück will Rangnick in taktischer Hinsicht Anleihen beim Fußball der Eisernen unter Urs Fischer nehmen. „Wir spielen bei Union in gewissen Phasen einen ähnlichen Fußball, daher ist die Umstellung nicht so groß“, verriet Trimmel zwei Tage vor dem Match in Kroatien am Freitag (20.45 Uhr).

Eine kleine Umstellung gibt es für den Flankengott der Eisernen aber schon. Bei Rangnick musste er im Training auch mal als rechtes Glied einer Dreierabwehrkette ran, agierte also nicht wie gewohnt nur auf dem Flügel. Für Trimmel nebensächlich. Dabei sein ist für ihn alles. „Ich bin nicht der Typ, der sagt, ich spiele eine Position und Ende.“

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