Berlin ist Rot! Unions Profis feiern mit den Fans den Sieg im Olympiastadion gegen Hertha BSC. City-Press

Es war nur ein Spiel! Nur ein Sieg und drei Punkte. Aber dieser Derby-Erfolg, dieses beeindruckende 4:1 gegen den Stadtrivalen Hertha BSC ermöglicht dem 1. FC Union unendliche Möglichkeiten. Es ist der Schwung, der die Eisernen nach Europa tragen kann. Mit simpler Mathematik. Die Formel für die restlichen Kicks lautet: Fünf Spiele, vier Siege und schon heißt es wieder: Europa, wir kommen!

Wer in die Gesichter der Eisernen nach dem Abpfiff im Olympiastadion geschaut hat, der weiß, dass diese Truppe noch lange nicht genug hat. Die Findungsphase nach dem Umbruch im Januar mit den Abgängen von Marvin Friedrich und Max Kruse ist beendet. Die Automatismen greifen wieder. Die Truppe ist eingespielt und die Jungs, die von der Bank kommen, stechen.

Union: Klassenerhalt setzt Kräfte frei

Das Überschreiten der Vierzig-Punkte-Marke in der Vorwoche hat Kräfte freigesetzt. Union kann befreit aufspielen. Und der Nachbar aus dem Westend war nur das erste Opfer der eisernen Spielfreude.

Der Weg nach Europa führt über fünf Stationen in drei Heimspielen. Nummer eins ist kommenden Sonntag die Frankfurter Eintracht, die europapokalgestresst aus Barcelona nach Berlin reist. Ein Spiel auf Augenhöhe. Aber in der Alten Försterei konnten nur Bayern und Dortmund gewinnen! Ein Sieg gegen die Hessen würde Union zudem einen Verfolger vom Hals halten.

Herausforderung zwei ist dann RB Leipzig. Übrigens so etwas wie die Variable X in Unions Euro-Mathematik.

Denn der Pokal ist eine Doppelchance für die Köpenicker. Alle wollen wieder ins Olympiastadion. Einmal die Nationalhymne hören. „Wenn man nicht Nationalspieler ist, erlebt man das ja eher selten“, so Niko Gießelmann. Dennoch die undankbarste Aufgabe im Vier aus Fünf. Vielleicht so etwas wie das Streichresultat …

Die dritte Aufgabe ist das abgeschlagene Bundesligaschlusslicht aus Fürth. Mit denen haben die Köpenicker ein Hühnchen zu rupfen, schließlich schenkten sie ihnen in der Hinrunde am 15. Spieltag (!) den ersten Dreier in dieser Spielzeit. Das 0:1 am Ronhof war zudem der Bundesliga-Heimsieg in der Geschichte der Kleeblätter. Wurmt Union bis heute noch. Das muss Sieg Nummer zwei werden in der eiserne Europapokal-Arithmetik.

Unions kleines Endspiel in Freiburg

Auftrag Nummer vier führt in den Breisgau. Das Gastspiel beim SC Freiburg könnte so etwas wie ein echtes Endspiel werden für Christopher Trimmel, Sheraldo Becker & Co. Vor dem Derbyspieltag betrug der Rückstand vier Zähler. Ein Sieg bei den Jungs von Christian Streich und Union könnte die Badener womöglich überflügeln.

Womit es gegen den VfL Bochum den großen Schlussakkord setzen kann. Am finalen Bundesligaspieltag nach Europa zu stürmen, dass kennt die Truppe von Urs Fischer aus dem Vorjahr, als Leipzig erstmals in der Liga bezwungen wurde. Zwölf Zähler sollten für das internationale Geschäft reichen.

Also, Unioner: Der Siege vier und Europa gehört dir. Simple Mathematik!

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