Tausend Gedanken kreisen durch den Kopf von Christopher Lenz Rolf Vennenbernd/dpa

Leverkusen Natürlich gab es keine Schuldzuweisung der Kollegen. Vorwürfe ist nicht. Gut, ein paar Anmerkungen vielleicht. Als Team gewinnt man zusammen oder verliert, wie auch Rafal Gikiewiczb twitterte.  Aber das wird Christopher Lenz nicht wirklich getröstet haben. Der 25-Jährige wusste genau, was ihm da unterlaufen war, als er in der 71. Minute in Sichtweite des Leverkusener Strafraums Aranguiz von den Beinen geholt hatte.

Vor zehn Tagen war Lenz beim 2:1 in Frankfurt noch der umjubelte Held, weil er die Lücke erkannte und durch sein Pressing und dann feines Zuspiel Sebastian Andersson das 1:0 ermöglichte. Nun wurde er in Leverkusen zum Unglücksraben.

Lenz hofft vergeblich auf Gande

„Die Gelb-Rote Karte war der Knackpunkt, bis dahin war es eine tolle Leistung. Danach sind wir ein bisschen aus dem Tritt gekommen“, sah auch Trainer Urs Fischer diese Ampelkarte als Wendepunkt der Partie an. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte der Sieger Union heißen müssen.

Einen Moment hoffte Lenz noch, dass Schiedsrichter Benjamin Cortus Gnade vor Recht ergehen lassen würde. Vergeblich. Frustriert schlug Lenz  bei seinem Abgang die Hände vor dem Kopf zusammen. Ahnte er da schon, was kommen würde? Sekunden später stand es 1:1. Bellarabi nutzte den Freiraum auf der Seite von Lenz, der Rest war dann Schicksal.